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Landesspitze kämpft weiter für A9-Ausbau und Flughafen-Haltestelle

Die steirische Landesspitze reagiert höchst irritiert auf die medialen Äußerungen von Verkehrsministerin Gewessler am Rande ihres gestrigen Steiermark-Besuchs. Im Vorfeld wurde nämlich mehrfach um einen Gesprächstermin über die vom Land Steiermark im August 2023 in einem ersten Schritt und schließlich im November 2023 in ihrer Langfassung vorgelegte Verkehrsuntersuchung ersucht. Von Seiten des Ministeriums wurde allerdings erbeten, eine noch laufende Prüfung der Studie abzuwarten.

Landeshauptmann Drexler: Es geht um die Lebensqualität der Steirerinnen und Steirer in den Gemeinden.

Auch wenn der A9-Ausbau für das Land und den Standort Steiermark höchste Priorität hat, war man natürlich bereit die Zeit für eine fundierte Prüfung und Analyse einzuräumen, um dann faktenbasiert und lösungsorientiert verhandeln zu können. Die dennoch von Ministerin Gewessler medial getätigten Aussagen legen allerdings nahe, dass kein Interesse daran zu bestehen scheint, die Fakten der Verkehrsuntersuchung und die schlagenden Argumente für den A9-Ausbau zu berücksichtigen.

„Wir stehen für eine Politik mit sachlichen Argumenten. Die Verkehrsuntersuchung des Landes Steiermark zeigt eindeutig, wie wichtig und notwendig – ja, wie alternativlos – der Ausbau der A9 im Süden von Graz für den Standort Steiermark ist. Eines der Ergebnisse ist ja, dass der Verkehr auf der Autobahn mit einer dritten Spur zunehmen würde. Aber nicht, weil er insgesamt steigt, sondern weil wir damit den Ausweichverkehr aus den Gemeinden und Ortszentren dorthin verlagern, wo er hingehört: auf die Autobahn – und zwar ohne täglichen Stau, wie die wissenschaftlichen Berechnungen zeigen. Es geht um die Lebensqualität der Steirerinnen und Steirer in den Gemeinden“, so Landeshauptmann Christopher Drexler und Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang, die weiter klar stellen: „Schlicht gegen Straßen zu sein, reicht nicht aus. Fakten und sachliche Argumente dürfen nicht ignoriert werden. Es braucht eine Gesamtbetrachtung und eine Gesamtverantwortung für dieses Land. Die nehmen wir wahr und werden weiter für den dringend notwendigen Ausbau der A9 kämpfen!″

LH Drexler und LH-Stv. Lang werden auch beim Thema der Flughafen-Haltestelle der Koralmbahn nicht locker lassen: „Die Koralmbahn ist ein herausragendes Projekt und ein Meilenstein in der Mobilität, die so viele großartige Chancen und Möglichkeiten eröffnet. Um sie zu nutzen darf die Bahn aber nicht isoliert betrachtet werden. Die Steiermark arbeitet auf so vielen Ebenen – etwa gemeinsam mit dem Land Kärnten und den beiden Wirtschaftskammern unter der Dachmarke „Area Süd“ – an der Entwicklung der gesamten Region und des Standorts. Diese wichtige Zugverbindung direkt vor der Haustüre des Flughafens ohne Halt vorbei fahren zu lassen, ist aus unserer Sicht inakzeptabel. Diese Einsicht muss auch endlich in den Wiener Ministerien ankommen!“

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Verkehrsuntersuchung des Landes zum A9-Ausbau finden Sie  hier. 

Die Verkehrsuntersuchung kann  hier in ihrer Vollversion abgerufen werden.

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