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Wir machen den steirischen Arbeitsmarkt fit für die Zukunft

Auch in der Steiermark ist die Arbeitswelt in den vergangenen drei Jahren von starken und dynamischen Veränderungen erfasst worden: Angefangen mit der COVID-Pandemie und der historisch höchsten Arbeitslosigkeit bis hin zum Ukraine-Krieg, der Inflation und branchenübergreifendem Arbeitskräftemangel.

AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe, Soziallandesrätin Doris Kampus und Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl präsentierten am Donnerstag die Arbeitsmarktpolitische Strategie Steiermark 2030 und ein erstes Maßnahmenpaket für 2023. © Land Steiermark/Robert Binder

In diesem turbulenten Umfeld haben Sozial- und Wirtschaftsressort des Landes Steiermark, gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Sozialpartner und des Arbeitsmarktservice Steiermark, die Arbeitsmarktpolitische Strategie Steiermark 2030 erarbeitet. Die beiden strategischen Hauptziele sind dabei einerseits Fachkräfte für die Zukunft zu sichern, andrerseits die Teilhabechancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen. Mit praktischem Leben erfüllt wird die Strategie durch ein parallel entwickeltes, erstes Maßnahmenpaket für das Jahr 2023. Diese baut auf jenen strategischen Grundsätzen auf und ist von Land und AMS mit insgesamt 46,7 Millionen Euro dotiert.

Die Strategie wie auch das Maßnahmenpaket sollen den steirischen Arbeitsmarkt und die Menschen in der Steiermark zukunftsfit machen, betonten Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Soziallandesrätin Doris Kampus und AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe bei der Präsentation am Donnerstag, den 26.01.2023, im Medienzentrum Steiermark.

Neue Arbeitsmarkt-Strategie berücksichtigt aktuelle Entwicklungen

Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „In ressortübergreifender Zusammenarbeit und gemeinsam mit den Sozialpartnern sowie dem AMS ist es uns gelungen, eine neue Arbeitsmarkt-Strategie für unser Bundesland zu erarbeiten, die den aktuellen Entwicklungen Rechnung trägt. Gemeinsam wollen wir das Potenzial der in der Steiermark lebenden Menschen, etwa durch Aus- und Weiterbildung, weiter heben, Rahmenbedingungen insbesondere für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Frauen verbessern, aber auch die gezielte Akquise internationaler Fachkräfte verstärken. Denn qualifizierte Arbeitskräfte sind die Grundlage für die erfolgreiche Absicherung und Weiterentwicklung unseres Standorts.“

AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe: „Allein schon aufgrund des demografischen Wandels wird sich der Fachkräftemangel in der Steiermark in den nächsten Jahren weiter verschärfen – wir müssen daher alle verfügbaren Potenziale etwa von Frauen, älteren Beschäftigten und Menschen mit Migrationshintergrund heben und Menschen in stark nachgefragten Branchen wie Metall und Elektro, IT, Umwelt und Pflege erforderlichenfalls ausbilden. Daneben muss unser Augenmerk weiterhin auf alle jene Personengruppen gerichtet sein, die am Arbeitsmarkt mit Benachteiligungen konfrontiert sind.“

Schwerpunkte der neuen Arbeitsmarkt-Strategie

  • Frauenerwerbsquote steigern durch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Reduzierung der Teilzeitquote, einfacheren Wiedereinstieg und Abbau von Geschlechterstereotypen
  • Arbeitskräftepotenzial von älteren Menschen durch altersgerechte Arbeitsbedingungen, lebenslanges Lernen, gezielte Förderung und besseres Generationenmanagement nutzen
  • Inklusion benachteiligter Zielgruppen durch mehr Bewusstsein in den Betrieben, niederschwellige Bildungs- und Ausbildungseinstiege sowie mehr Kooperationen durch Träger und Betriebe fördern
  • Betriebliche Qualifizierung durch attraktive Lehrausbildung, sichtbare Karrierechancen und Bewusstseinsbildung u.a. für Green Jobs und MINT-Berufe fördern
  • Unternehmen verstärkt als Partner für die Arbeitsmarktintegration durch mehr Sensibilisierung, Ausbau von Beschäftigungsprojekten sowie Betriebspraktika gewinnen

Im Rahmen des bewährten „Kooperativen Programms“ finanzieren Arbeitsmarktservice (AMS) und Land Steiermark im Jahr 2023 insgesamt 46,7 Millionen Euro für gemeinsame arbeitsmarktpolitische Projekte – davon entfallen 33,5 Millionen Euro auf das AMS, 13,2 Millionen auf das Land. Insgesamt sollen davon mehr als 11.000 Personen profitieren.

  • Die Qualifizierung arbeitsuchender Personen in enger Zusammenarbeit mit den steirischen Betrieben bleibt ein wesentlicher Schwerpunkt. Neben Arbeitsplatznahen Qualifizierungen (AQUA) werden Implacementstiftuungen für Frauen, Ältere, Pflege und Digitalisierung sowie die offenen Outplacementstiftungen „Regional“ und „Insolvenz“ fortgeführt. Mehr als 2100 Einstiege sind hier vorgesehen.
  • Mit über 17 Millionen Euro entfällt mehr als ein Drittel des kooperativen Fördervolumens auf unterschiedliche Bildungsmaßnahmen. Fast 4400 TeilnehmerInnen sind eingeplant.
  • Der Löwenanteil des gemeinsamen Fördervolumens fließt mit mehr als 24 Millionen Euro in den Bereich der Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte (GBP) und Sozialökonomischen Betriebe (SÖB); rund 1500 Personen sollen daran teilnehmen.

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