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Land Steiermark startet Energiespar-Informationsoffensive

Die aktuellen Verwerfungen am Energiemarkt stellen für viele Steirerinnen und Steirer eine große Herausforderung dar. Dementsprechend stark steigen auch die Anfragen in den steirischen Energieberatungsstellen.

Silvia Mathelitsch, LR Ursula Lackner, LR Johann Seitinger, Andrea Gössinger-Wieser (v.l.). © Land Steiermark/Binder

Um die Steirerinnen und Steirer dennoch weiterhin bestmöglich bei der Steigerung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen, haben Klimaschutzlandesrätin Ursula Lackner und Nachhaltigkeitslandesrat Hans Seitinger am 19. September 2022 die neue Energiesparoffensive des Landes Steiermark vorgestellt. Sie soll dem immer stärker steigenden Informationsbedürfnis nachkommen, das bisherige Beratungsangebot ergänzen und möglichst viele Steirerinnen und Steirer zum Energiesparen motivieren.

Um unsere Energieversorgung mittel- und langfristig abzusichern, muss uns die Energiewende gelingen. Aber auch kurzfristig müssen Schritte gesetzt werden. Denn: „Jede Kilowattstunde, die erst gar nicht produziert werden muss, tut unserer Energie-Unabhängigkeit und der Umwelt gut”, sind sich Lackner und Seitinger einig. Deswegen startet das Land Steiermark – ergänzend zu dem bereits breiten Beratungs- und Bildungsangebot in der Steiermark – die Energiesparoffensive des Landes. Das Ziel ist klar definiert: „Schon durch kleine Verhaltensveränderungen – ohne Investitionen in bauliche Maßnahmen – kann der Energieverbrauch in einem durchschnittlichen Haushalt um etwa 10% gesenkt werden. Dieses Potential wollen wir gemeinsam abholen!”, führen die beiden weiter aus.

Breites Klima- und Energienetzwerk als Grundlage für den niederschwelligen Informationszugang
Vom richtigen Heizen bis hin zum Aufspüren von Stromfressern im Haushalt reicht das prägnant zusammengefasste Informationsangebot. Alle Tipps und Informationen sind auf der neuen Plattform  www.energiesparoffensive.at an einer Stelle zusammengefasst.

Nach mehr als zehn Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit ist das steirische Klima- und Energienetzwerk über das gesamte Bundesland hinweg fest verankert. Für Lackner und Seitinger eine wichtige Grundlage für die Informationsoffensive, die nun genutzt wird. Das gesamte Angebot des Klimaschutz-Netzwerkes in der Steiermark wird auf die Energiesparoffensive hin ausgerichtet, um möglichst hohe Breitenwirksamkeit zu erreichen – von der Klimaschutzbildung in den Schulen bis hin zu den unterschiedlichsten Vortragsangeboten. In weiterer Folge der Kampagne sind von kostenlosen Online-Beratungs-Webinaren über eine Energieberatungs-Roadshow durch die Steiermark bis hin zur Verankerung der Kampagne in steirischen Gemeinden eine Vielzahl an Aktivitäten geplant. „Wir nutzen unser gesamtes Netzwerk – vom Gemeindeservice bis hin zu den vielen anderen Partnerinnen und Partnern -, um unser neues Informationsangebot breit aufzustellen”, führen Lackner und Seitinger aus.

60 Prozent-Budgeterhöhung für das Energieberatungsangebot beschlossen
Ergänzend zur heute vorgestellten Informationsoffensive wurden in der Regierungssitzung am vergangenen Donnerstag die Budgetmittel für die steirische Energieberatung von 1,3 Millionen Euro für das Jahr 2022 auf 2,1 Millionen Euro erhöht. „Damit stellen wir sicher, dass alle Steirerinnen und Steirer, die eine Beratung benötigen, auch die Förderung dafür erhalten”, so Lackner und Seitinger abschließend.

Ursula Lackner, Landesrätin: „Die Steirerinnen und Steirer brauchen Unterstützung. Das Land hat daher schon im Frühjahr den Steiermark-Bonus ausgezahlt, weitere finanzielle Hilfen kamen beziehungsweise kommen gerade vom Bund mit dem Klimabonus sowie dem Strompreisdeckel. Im zweiten Schritt muss es darum gehen, den Steirerinnen und Steirern dabei zu helfen, nachhaltig Energie und damit ihr hart verdientes Geld zu sparen. Schon durch kleine Verhaltensveränderungen – ohne Investitionen in bauliche Maßnahmen – kann der Energieverbrauch in einem durchschnittlichen Haushalt um etwa zehn Prozent gesenkt werden. Mit unserer Kampagne helfen wir ihnen, dieses Potenzial zu nützen.”

Johann Seitinger, Landesrat: „Die Haushaltskosten beschäftigen uns alle wie kaum ein anderes Thema. Steigende Energiekosten, höhere Betriebs- und Lebenskosten zwingen uns dazu, unser Haushaltsbudget genau im Auge zu behalten. Gleichzeitig schadet ein übermäßiger Ressourcenverbrauch auch unserer Umwelt. Mit dieser Informationsoffensive wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, wie in jedem Haushalt mit wenigen Handgriffen kostbare Energie gespart werden kann, ohne auf Komfort zu verzichten. Energiesparen schont die Geldbörse und das Klima.”

Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark: „Ressourcenknappheit, Energiekrise und Klimawandel – das sind aktuell die größten Herausforderungen der Zeit. Diese Krisen zu bewältigen kann nur durch einen gemeinsamen tiefgreifenden Wandel unseres Lebensstils gelingen. Die Energiesparoffensive des Landes Steiermark richtet sich daher an alle Steirer und Steirerinnen. Es geht darum, wie wir es schaffen, Energie einzusparen, Kosten zu senken und damit auch gleichzeitig das Klima zu schützen. Dabei werden nicht nur die Webseite und Medienkooperationen genützt, sondern auch die Energieberatung verstärkt und die bereits bestehenden Bildungsangebot der ,ich tu`s´-Initiative zum Thema Energiesparen ausgebaut. Ebenso wird die Zusammenarbeit mit lokalen Energie- und Klimainitiativen forciert, um das Thema Energie noch stärker in den Fokus zu rücken. Damit starten wir mit einem breiten Unterstützungsangebot für die steirische Bevölkerung, das in den kommenden Wochen durch weitere Aktivitäten verstärkt werden wird.”

Silvia Mathelitsch, Leiterin der steirischen Energieberatung: „Energiesparen ist der schlafende Elefant des Klimaschutzes! Energiesparen hat große, sofortige Wirkung – man kann und muss es einfach nur tun. Wir, die Steirischen EnergieberaterInnen, geben individuelle Tipps zu Einsparmöglichkeiten und unterstützen die SteirerInnen dabei, den Energieverbrauch zu senken. Nicht vergessen: Verbrauchte Energie kann man nicht wieder zurückholen, und sparen kann man immer”.