2015 – 2025
Rückkehr zur Normalität?

Zwischen 2015 und 2025 erlebte die Steiermark eine politische Neuordnung: Nach der Landtagswahl 2015 wurde Hermann Schützenhöfer Landeshauptmann und leitete den Übergang von der „Reformpartnerschaft“ zu einer von der ÖVP geführten Politik ein. Die ÖVP festigte ihre Position bei der Wahl 2019 mit einem Rekordergebnis. Ihm folgte 2022 Christopher Drexler als neuer Landeshauptmann und Landesparteiobmann. Ihm folgte die damalige Landtagspräsidentin Manuela Khom als neue ÖVP-Landesparteiobfrau.

Nach seiner Wahl zum Landeshauptmann am 16. Juni 2015 wird Hermann Schützenhöfer von Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg angelobt.
Das Regierungsteam der "Zukunftspartnerschaft" 2015: v.l. LR Drexler, LR Buchmann, LR Seitinger, LH Schützenhöfer, LH-Stv. Schickhofer, LR Lackner, LR Kampus, LR Leichtfried.
Neue Koalition in der Landeshauptstadt Graz: Bürgermeister Nagl und Vizebürgermeister Eustacchio.

Landtagswahl 2015 und Gemeinderatswahl 2017 in Graz

2015 verloren SPÖ und ÖVP jeweils rund 9 %, während die FPÖ stark zulegte. Trotz Platz zwei wurde Hermann Schützenhöfer (ÖVP) Landeshauptmann und bildete mit Michael Schickhofer (SPÖ) die „Zukunftspartnerschaft“, womit die Ära der „Reformpartnerschaft“ endete. Die Wahl war stark von bundespolitischen Themen geprägt. 2017 wurde die Grazer Gemeinderatswahl vorgezogen. Die ÖVP gewann klar, die KPÖ wurde zweitstärkste Kraft, FPÖ stieg auf Platz drei. Die SPÖ verlor deutlich und ihren Stadtsenatssitz. Bürgermeister Nagl bildete eine Koalition mit der FPÖ, eine Zusammenarbeit mit der SPÖ war ausgeschlossen.

Turbulente Entwicklung auf Bundesebene

Zwischen 2015 und 2020 durchlief das politische System Österreichs tiefgreifende Umbrüche. Die Flüchtlingskrise 2015 löste eine starke Polarisierung aus, sichtbar in der Bundespräsidentenwahl 2016, bei der Van der Bellen gegen Hofer gewann. Die Nationalratswahl 2017 brachte der „türkisen“ ÖVP unter Sebastian Kurz einen klaren Sieg. Es folgte eine türkis-blaue Koalition, die 2019 durch das „Ibiza-Video“ zerbrach. Nach einer Übergangsregierung wurde die ÖVP bei der Wahl 2019 erneut stärkste Kraft. Die Grünen feierten ein Comeback. Anfang 2020 bildeten ÖVP und Grüne eine Koalition unter dem Motto „Das Beste aus beiden Welten“. Auch die Steiermark spielte eine starke Rolle.

Triumph in Türkis: Sebastian Kurz an der Spitze der ÖVP gewinnt die Nationalratswahl 2017 und 2019.
Das Führungsteam der Steirischen Volkspartei bei der Abgeordnetenkonferenz 2020.
Simone Schmiedtbauer zieht als Vertreterin der Steirischen Volkspartei in das Europäische Parlament ein.
Das "Ibiza-Video" führt zum abrupten Ende der türkis-blauen Bundesregierung und zu einer Neuwahl des Nationalrats.

Politische Entwicklungen und Herausforderungen

2019 war ein intensives Wahljahr in der Steiermark: Nach der „Ibiza-Affäre“ folgten Europawahl, Nationalratswahl und die Landtagswahl im November, bei der die ÖVP unter Hermann Schützenhöfer deutlich zulegte. Die SPÖ erlitt historische Verluste, FPÖ und Grüne veränderten ihre Positionen, NEOS zogen erstmals ein. Trotz Führungswechseln einigten sich ÖVP und SPÖ auf eine neue Koalition. Anfang 2020 stellte die Corona-Pandemie die Steiermark vor große Herausforderungen: Mit weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Verschiebung der Gemeinderatswahlen wurde auch das demokratische Geschehen stark beeinflusst.

Wechsel in der Landesregierung

Im Herbst 2022 übergab Hermann Schützenhöfer das Amt des Landeshauptmanns an Christopher Drexler. Werner Amon folgte ihm daraufhin auf den freiwerdende Sitz in der Landesregierung. Im darauffolgenden Jahr kam es zu bedeutenden Veränderungen in der Landesregierung: Nach dem gesundheitlich bedingten Rücktritt von Agrarlandesrat Hans Seitinger und Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß wurden Simone Schmiedtbauer und Karlheinz Kornhäusl als neue Landesräte ernannt. Schmiedtbauer übernahm die Ressorts Land- und Forstwirtschaft sowie Wohnbau, Kornhäusl ist für Gesundheit, Pflege und Sport zuständig. Die Neubesetzungen wurden 2023 vom Landtag bestätigt und von Drexler angelobt.

Superwahljahr 2024

Das Wahljahr 2024 war geprägt von zahlreichen wichtigen Wahlen: Arbeiterkammer-, EU-, Nationalrats-, Landtags-, Gemeinderats- und Wirtschaftskammerwahlen. Diese Vielfalt führte zu intensiven politischen Debatten und Mobilisierung in der Steiermark. Besonders bedeutsam war der Wechsel an der Spitze der Steirischen Volkspartei, als Christopher Drexler von Manuela Khom als Landesparteiobfrau abgelöst wurde. Insgesamt veränderte das Wahljahr die politische Landschaft nachhaltig und beeinflusste künftige Entscheidungen auf Landesebene maßgeblich.

Staffelübergabe von Hermann Schützenhöfer an Christopher Drexler beim Landesparteitag 2022.
Das Regierungsteam 2025: v.l. Willibald Ehrenhöfer, Manuela Khom, Simone Schmiedtbauer und Karlheinz Kornhäusl
Präsentation des Kochbuches "Steiermark genießen" mit LGF Eisel-Eiselsberg, LH Drexler und mit Jury-Vorsitzender Eva Maria Lipp.

Unterwegs im ganzen Land

Seit 2019 führt die „Land der Talente“-Tour durch alle 13 steirischen Bezirke, um regionale Projekte und Unternehmen auszuzeichnen. Nach erfolgreichen Durchgängen 2019 und 2021 liegt der Fokus 2024 auf Klimaschutz-Initiativen. Im September 2023 präsentierten Landeshauptmann Christopher Drexler und die Steirische Volkspartei das Kochbuch „Steiermark genießen“ mit 49 persönlichen Rezepten von Steirerinnen und Steirern. Bereits 2022 und 2023 tourte der „Mobile Stammtisch“ durch die Steiermark, 2024 wurde die Initiative fortgesetzt, um direkt mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen.  

Mehr zur Geschichte der Steirischen Volkspartei.

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