Das Statut sowie die Geschäftsordnung der Steirischen Volkspartei in aktueller Fassung.
Landeshauptmann-Stv. Khom und Gruber schmieden vor Steiermark-Kärnten-Konferenz Allianz: „Flugabgabe senken, Standort stärken: Graz und Klagenfurt dürfen nicht am Boden bleiben“
(Graz, 11. September 2026) – Im Vorfeld der gemeinsamen Konferenz der Steiermärkischen und der Kärntner Landesregierung am 15. September sprechen sich die Parteiobleute der Steirischen Volkspartei und der Kärntner Volkspartei, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Landeshauptmann-Stv. Martin Gruber, gemeinsam für eine Senkung der Flugabgabe aus, um die Stärken regionaler Flughäfen voll ausspielen zu können, den Wirtschaftsstandort zu stärken und im Wettbewerb mit anderen europäischen Regionen nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Die Flugabgabe in Österreich behandelt Abflüge von Flughäfen im Land grundsätzlich nach denselben Regeln: pro Passagier sind von Airlines zwölf Euro zu entrichten, bei Flügen unter 350 Kilometern sind es 30 Euro. Gleichzeitig verzichten andere EU-Staaten und insbesondere Nachbarländer Österreichs darauf. Die Folge: während Flugverbindungen internationaler Fluglinien zunehmend eingestellt werden und Passagierzahlen rückläufig sind, verzeichnete etwa der Flughafen Bratislava im ersten Halbjahr 2026 einen Passagierzuwachs von 123 Prozent, Ljubljana legte um 15 Prozent zu. Vor diesem Hintergrund schmieden Khom und Gruber eine bundesländerübergreifende Allianz, die für einen fairen Wettbewerb kämpft.
„Der internationale Wettbewerb um Airlines und Flugverbindungen wird zusehends härter. Hohe Standortkosten gefährden dabei die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Flughäfen. Wir müssen uns ehrlich fragen, ob wir wirklich riskieren wollen, dass Wertschöpfung, Arbeitsplätze und internationale Verbindungen verloren gehen. Wir müssen die Flugabgabe nicht nur als Einnahmenposten betrachten, sondern als Standortfrage. Die Flughäfen in Graz und Klagenfurt sind essenziell für die internationale Erreichbarkeit unserer Bundesländer und damit ein wichtiger Faktor für Wirtschaft, Tourismus, Wissenschaft und den gesamten Wirtschaftsstandort“, betont Khom.
„Ein Regionalflughafen erfüllt für seine Region eine andere Funktion als ein internationaler Großflughafen. Unsere Flughäfen sind Brücken nach Europa und in die Welt, sie schaffen Sichtbarkeit und Erreichbarkeit für Unternehmen, Investoren und Gäste. Umso wichtiger ist es, dass wir ihnen keine zusätzlichen Wettbewerbsnachteile aufbürden. Wenn Airlines ihre Kapazitäten zunehmend dorthin verlagern, wo die Rahmenbedingungen günstiger sind, muss uns das ein Warnsignal sein. Die Flugabgabe ist ein Wettbewerbsnachteil und eine Belastung für unseren Wirtschaftsstandort. Der Finanzminister hat es in der Hand, das zu ändern“, ergänzt Gruber.
Die Folgen zeigen sich bereits jetzt: So hat Ryanair sein Streckennetz in Wien und Klagenfurt reduziert, Eurowings das in Graz stationierte Flugzeug abgezogen und auch Austrian Airlines kürzlich verkündet, die Flugverbindung Graz-Wien einzustellen. Gemeinsam fordern Khom und Gruber daher Finanzminister Markus Marterbauer und die Bundesregierung zum Handeln auf: „Die österreichische Flugabgabe bringt dem Finanzministerium derzeit rund 180 Millionen Euro jährlich ein. Dem gegenüber steht der Verlust internationaler Anbindungen. Das gefährdet unsere Bundesländer als Innovationsmotoren und Urlaubsziele. Wir können es uns nicht leisten, dass Airlines Österreich den Rücken kehren oder neue Verbindungen lieber in Nachbarländern aufbauen, weil dort die Rahmenbedingungen attraktiver sind. Wir brauchen einen fairen Wettbewerb für unsere Regionalflughäfen und damit auch eine langfristige Perspektive für Graz und Klagenfurt.“
Gleichzeitig betonen Khom und Gruber unisono: „Für uns geht es dabei nicht um einen Gegensatz zwischen Bahn und Flugzeug. Im Gegenteil: sie ergänzen einander. Mit der Koralmbahn investieren wir in eine starke Schienenverbindung im Süden Österreichs. Wenn wir die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Bundesländer sichern wollen, müssen wir alle Verkehrsträger zusammendenken und unsere Infrastruktur bestmöglich miteinander verknüpfen.“
Hintergrund
Österreich zählt zu den wenigen EU-Staaten, die überhaupt eine nationale Flugabgabe erheben. 19 EU-Mitgliedstaaten – darunter die Nachbarländer Slowenien, Slowakei und Ungarn – verzichten darauf oder haben ihre nationalen Flugabgaben gar abgeschafft, während Deutschland eine Absenkung beschlossen hat.



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