Erstsprachenunterricht: „Deutsch muss an erster Stelle stehen“

An Bildungsminister Wiederkehr wurde eine parlamentarische Anfrage zum Thema Erstsprachenunterricht“ an Pflichtschulen gerichtet. Ende Juli wurde diese Anfrage beantwortet – und sorgt seither medial für Aufmerksamkeit. Auch die Steiermark ist davon betroffen: An 24 steirischen Schulen wird Erstsprachenunterricht angeboten.

Laut Anfragebeantwortung handelt es sich dabei um ein Angebot zum Auf- und Ausbau bildungssprachlicher Kompetenzen. Es richtet sich unabhängig von der Staatsbürgerschaft an Schülerinnen und Schüler, die neben Deutsch auch andere Sprachen als Erst-, Zweit-, Alltags- oder Familiensprache sprechen.

 

Dazu nimmt VP-Klubobmann Lukas Schnitzer Stellung:

„Ich verstehe die Welt nicht mehr. Und unsere Kinder wohl bald eine ,nicht-deutsche Erstsprache‘ besser als Deutsch. Dass mit dem sogenannten Erstsprachenunterricht offenbar nicht Deutsch als Alltagssprache unserer Schülerinnen und Schüler forciert wird, ist mir unverständlich. Das Beherrschen der deutschen Sprache ist die Grundlage für gelingende Integration“, so VP-Klubobmann Lukas Schnitzer.

„Wiederkehr muss hier so schnell wie möglich Klarheit schaffen. Wenn tatsächlich Unterricht gefördert wird, der Integration erschwert, muss es eine Änderung geben. Denn Integration ist eine Bring- und keine Holschuld: Wer zu uns kommt, muss unsere Sprache lernen – nicht umgekehrt“, so Schnitzer.

Abschließend sagt VP-Klubobmann Schnitzer: „Rund zwei Millionen Euro wurden alleine im vergangenen Schuljahr in der Steiermark für Erstsprachenunterricht ausgegeben. Konzentrieren wir uns besser auf Deutschförderklassen und die verpflichtende Sommerschule – denn Deutsch ist der Schlüssel zu Bildung, Arbeit und gelingender Integration.“

 

Bild: Klubobmann Lukas Schnitzer © StVP Klub

Erfahre aus erster Hand, was sich in der Steiermark tut!

Melde dich für unseren Newsletter an und bleib am Laufenden, was wir für dich und die Steiermark tun.

„politicum“ versteht sich als Zeitschrift, die die offene Diskussion pflegt. Zahlreiche, namhafte nationale und internationale Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen und politischen Couleurs haben zu den verschiedensten aktuellen Themen Stellung bezogen. Zu Politik, Wirtschaft, Geschichte, Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur, Staats- und Demokratiereform u.v.m.

Die Liste der Themen sowie die Liste der über 1.800 Autorinnen und Autoren ist eine eindrucksvolle, bunte Vielfalt und ein kleines „Who is who“ der Steiermark, aber auch Österreichs.

Zur Webseite →

Südoststeiermark