Khom und Gruber fordern Aufhebung von Stückelungsverbot auf der Koralmstrecke ohne Mehrkosten für Länder

Steirische Volkspartei und Volkspartei Kärnten starten Unterschriften-Aktion auf www.koralmstrecke.at | Landeshauptmann-Stv. Khom und Gruber: „Wer zwei regionale Klimatickets hat, darf nicht an einer künstlichen Grenze scheitern“

(Graz/Klagenfurt, 23. April 2026) Die steirische Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und ihr Amtskollege, der Kärntner Landeshauptmann-Stv. Martin Gruber, sprechen sich vehement für die Aufhebung des sogenannten Stückelungsverbotes der ÖBB auf der neuen Koralmstrecke aus – ohne Mehrkosten für die beiden Bundesländer. „Während der Süden Österreichs mit der Koralmbahn infrastrukturell wie wirtschaftlich enger zusammenwächst, stehen viele Pendlerinnen und Pendler, die von der Verbindung eigentlich profitieren sollten, vor neuen Hürden“, kritisieren Khom und Gruber. Durch das Stückelungsverbot wird verhindert, dass regionale Klimatickets für die Steiermark und für Kärnten auf der neuen Strecke kombiniert werden können. „Das heißt im Klartext: wenn ich für zwei regionale Klimatickets insgesamt bereits fast 1.000 € ausgegeben habe, darf ich die Strecke, die unsere Bundesländer direkt verbindet, noch immer nicht nutzen, ohne zusätzlich draufzuzahlen. Das sorgt bei vielen Menschen zu Recht für Unverständnis“, sagt Khom. Gruber ergänzt: „Die ÖBB sind jetzt gefordert, bestehende Hürden im Tarifsystem rasch zu beseitigen, damit die neue Direktverbindung von Klagenfurt nach Graz gerade für viele Pendlerinnen und Pendler besser nutzbar wird.“

Steirische Volkspartei und Volkspartei Kärnten starten Petition

Aus diesem Grund rufen die beiden Landesparteien der ÖVP in der Steiermark und in Kärnten nun eine Unterschriftenaktion ins Leben: auf www.koralmstrecke.at werden Betroffene des Stückelungsverbotes aufgefordert, die Initiative von Steirischer Volkspartei und Kärntner Volkspartei zu unterstützen und sich gegen das Stückelungsverbot auszusprechen.

Stückelungsverbot sorgt auch in anderen Regionen für Ärger

Das Stückelungsverbot der ÖBB sorgt indessen nicht nur auf der neuen Koralmstrecke, sondern auch in anderen Regionen der beiden Bundesländer für Ärger. Konkret geht es dabei etwa um den Fall einer Murtalerin, der vergangene Woche für medialen Aufruhr sorgte. Die Frau pendelt jede Woche auf der „alten“ Südstrecke nach Klagenfurt. Obwohl sie im Besitz eines Kärntner sowie eines steirischen Klimatickets ist, muss sie für den Abschnitt zwischen dem letzten steirischen und dem ersten Kärntner Bahnhof – in diesem Fall Neumarkt bis Friesach – extra bezahlen. Für Khom und Gruber ist das ein weiterer klarer Auftrag, gegen das Stückelungsverbot vorzugehen.

„Wir denken über Ländergrenzen hinweg“, betont Gruber: „Die Koralmbahn ist ein Meilenstein für die Steiermark, Kärnten und den Wirtschafts- und Lebensraum im Süden Österreichs. Sie darf aber nicht nur ein infrastruktureller Lückenschluss sein, sondern muss auch tariflich verbinden. Wer den öffentlichen Verkehr stärken will, muss ihn einfach, fair und leistbar gestalten. Daher erheben wir für zahlreiche Steirerinnen und Kärntner die Stimme, um diese Regelung endlich zu ändern und diese wesentliche Verbesserung in der Verbindung unserer Bundesländer auf praxistaugliche Füße zu stellen.“

„Wer zwei gültige Tickets hat, darf nicht an einer künstlichen Grenze scheitern. Unser Ziel ist ein einfaches, verständliches und vor allem faires System für die Menschen. Andere Bundesländer zeigen vor, wie es geht: Wer durch den Arlbergtunnel fährt, kann das mit den Klimatickets für Tirol und Vorarlberg bedenkenlos machen. Wir sehen nicht ein, warum eine solche Lösung nicht auch auf der Koralmstrecke möglich sein soll. Es kann nicht sein, dass ausgerechnet jene bestraft werden, die bereits in nachhaltige Mobilität investieren. Jetzt sind die ÖBB am Zug, rasch eine praktikable Lösung im Sinne der Pendlerinnen und Pendler zu schaffen. Es braucht eine leistbare Lösung ohne zusätzliche Hürden“, stellt Khom klar.

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