Das Statut sowie die Geschäftsordnung der Steirischen Volkspartei in aktueller Fassung.
Landeshauptmann-Stv. Khom: „Die Wirtschaft ist ein Schicksalsthema für unsere Steiermark“

Graz (29. Jänner 2026) – Der Landtagsklub der Steirischen Volkspartei begrüßte beim heutigen Wirtschaftsforum 350 Gäste, darunter zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der steirischen Wirtschaft, in der Helmut-List-Halle in Graz. Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, Klubobmann Lukas Schnitzer und Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer konnten unter anderem Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl, den Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Arthur G. Fisher, und diverse Expertinnen und Experten willkommen heißen.

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom zeigte in ihrer Rede sieben zentrale Handlungsfelder auf, in denen sie wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf, aber auch große Potenziale in der Steiermark ausmachte. Wichtige Zukunftsbereiche für den Wirtschaftsstandort Steiermark liegen im Energiesektor, in der Internationalisierung, in den Bereichen Infrastruktur, Innovation, Investition, digitale Souveränität sowie im Verteidigungs- und Sicherheitssektor. Khom hielt fest, dass die Steiermark wirtschaftspolitisch vor großen Herausforderungen steht und betonte: „Wir brauchen keine Festungen der Vergangenheit, sondern Brücken in die Zukunft“, so Khom, die weiter festhielt: „Wir haben das beste Kapital überhaupt: Die hellsten Köpfe und die fleißigsten Hände. Davon getragen kann das Zukunftsland Steiermark seine volle Kraft und Stärke ausspielen. Denn für mich ist klar: Die Steiermark ist die größte Chancenregion Österreichs.“
Energiesektor
Bezüglich des für die steirische Industrie und Wirtschaft wesentlichen Bereiches Energie sprach Khom globale geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen an, die auch auf den Energiesektor in Österreich großen Einfluss haben und eine Wende notwendig machen: „Die Energiewende ist keine Ideologie, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Es ist daher erforderlich, dass wir uns zum Ausbau der erneuerbaren Energien, wie insbesondere in den Bereichen Wind und Photovoltaik, bekennen und gleichzeitig den Ausbauturbo zünden. Weitere Investitionen sind dringend notwendig und müssen auch zugelassen werden. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Meilenstein für die steirische Wirtschaft“, betonte Khom, die gleichzeitig eine schnellstmögliche Einführung des Industriestrompreises forderte.
Europa und Internationalisierung
Khom mahnte in ihrer Rede die Notwendigkeit einer international gut vernetzten Steiermark ein. Es brauche zudem eine entschlossene Industriepolitik in Europa, verlässliche Rahmenbedingungen, Schutz vor unlauterem Wettbewerb und koordinierte Investitionsprogramme: „Die Steiermark braucht mehr Internationalisierung denn je! Diese Verantwortung nehmen wir in die Hand. Im Jahr 2026 werden wir gezielt wichtige internationale Kernmärkte bespielen und auch mit unseren slowenischen Nachbarn wieder näher zusammenrücken. In der Steiermark stecken große Kompetenzen und Potenziale, etwa in der Stahlindustrie oder im Bereich der Wasserstofftechnologie. Unser klares Credo lautet: Ermöglichen und nicht verhindern!“
Infrastruktur
Im Handlungsfeld Infrastruktur forderte Khom: „Für eine starke Wirtschaft braucht es die entsprechende Infrastruktur in Form von Straßen, Schienen und Flugverkehr. Mit der Koralmbahn ist ein Infrastruktur-Großprojekt gelungen, das die Anbindung der Steiermark massiv verbessert. Aber einige wichtige Bausteine fehlen noch. Der versprochene zweigleisige Ausbau der Strecke Graz-Maribor muss wie ursprünglich geplant bis 2036 kommen. Bis 2040 müssen zudem wichtige Infrastrukturprojekte wie der Neubau des Bosrucktunnels sowie die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse Realität werden. Wenn wir diese Projekte auf Schiene bringen, wird die Steiermark zum zentralen Knotenpunkt in Richtung Südosteuropa. Zudem müssen wir den Flughafen Graz langfristig sichern. Ich will, dass das Land Steiermark wieder Anteile am Flughafen Graz hat – nicht mehr nur die Stadt Graz. Denn unser Flughafen ist zentraler Dreh- und Angelpunkt für unseren Standort und die steirische Wirtschaft.“
Innovation in den steirischen Regionen
Als Kernkompetenz der Steiermark, als starkem wirtschaftlichen Herz der Region Südösterreich, definierte Khom die enorme Innovationskraft: „Die Steiermark steht für Innovationskraft. Daher ist es unser Ziel, weitere F&E-Leuchtturmprojekte in die Region zu holen. Denn die Innovation von heute ist die Wertschöpfung von morgen. Zu einer guten Standortpolitik gehört es, den städtischen und ländlichen Raum gleichermaßen zu denken. Denn die Steiermark darf kein Land werden, das sich mit zwei Geschwindigkeiten entwickelt. Alle jungen Steirerinnen und Steirer, die jetzt in der Volksschule oder dem Kindergarten sind, sollen, wenn sie erwachsen sind, daheim leben können – in den Regionen unserer Steiermark.“
Investitionen fördern
Khom stellte in ihrer Rede klar, dass eine nachhaltige Konjunkturbelebung auch gezielte Investitionsimpulse braucht: „Die Gießkanne hat ausgesorgt. Wir müssen uns daher gezielt mit den Stärken der Steiermark beschäftigen und kompetente Investitionsentscheidungen treffen. Mit zahlreichen Partnern arbeiten wir an einem ersten steirischen Investitionsfonds, der sich an wachsenden Unternehmen beteiligt. Dieses Investitionskapital soll vom Kapitalmarkt kommen und nicht aus dem Landeshaushalt.“
Digitale Souveränität
Digitale Entwicklungen beeinflussen auch die Wirtschaft und das öffentliche Leben stark. Neue Technologien gilt es, gezielt einzusetzen, um das Wachstum der steirischen Wirtschaft zu unterstützen. Als konkretes Beispiel nannte Khom das autonome Fahren, das in den Vereinigten Staaten teilweise bereits umgesetzt werden konnte und welches Khom sich auch für die Steiermark wünscht. „Diese neuen Technologien wollen wir für uns nutzen. Egal ob im Gesundheitswesen, dem Verkehrssektor oder anderen Bereichen, brauchen wir dafür aber auch funktionierende rechtliche Rahmenbedingungen. Die Steiermark soll sich zu Österreichs führender Technologieregion entwickeln. Damit das gelingt, brauchen wir ein verlässliches Zusammenspiel von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und der öffentlichen Hand“, so Khom.
Security und Defense
Ein wichtiges Handlungsfeld für die zukünftige Ausrichtung der Steiermark ist für Khom der Bereich Security und Defense: „Als strategisch wichtigen Wirtschaftsbereich wollen wir den Defense-Sektor in der Steiermark aktiv gestalten. Wir haben bereits jetzt innovative Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch einsetzbar sind. Dazu gehören etwa Produkte aus den Bereichen Cybersecurity, Sensorik, Materialentwicklung oder innovative Antriebstechnologien. Umso wichtiger sind für uns daher Erleichterungen beim Export im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich.“
Schnitzer: Wirtschaft, Jobs und Standort im Mittelpunkt der Bemühungen
„Die Steiermark war immer dann stark, wenn Wirtschaft, Jobs und Standort im Mittelpunkt der Bemühungen standen, denn dies sind die entscheidenden Grundlagen für Wohlstand und Lebensqualität. Wir wollen weiterhin ein starkes Industrie- und Wirtschaftsland sein, ein Land, in dem sich Fleißige etwas aufbauen können. Wo Wirtschaftsleistung mehr zählt als die Sozialleistung. Dass heute über 300 führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Industrie und Forschung teilgenommen und ihre Expertise eingebracht haben, zeigt, wie groß das Interesse am Wohlergehen unserer Steiermark ist. Dafür möchte ich mich bei allen herzlich bedanken“, meint Klubobmann Lukas Schnitzer und sagt weiter: „Heute wurden sieben konkrete Handlungsfelder definiert, mit denen wir unsere Steiermark gezielt nach vorne bringen wollen. Innovation sowie Forschung- und Entwicklung sind steirische Traditionen, die uns stark machen und dafür müssen die richtigen Rahmenbedingungen für die Zukunft geschaffen werden. Nach diesem wichtigen gemeinsamen Impuls geht es darum, diese Maßnahmen konsequent umzusetzen. Für eine starke Wirtschaft, sichere Jobs und ein Zukunftsland Steiermark.“

Keynote-Speaker der Veranstaltung war Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein, der für Österreich und Europa im Allgemeinen ein herausforderndes Bild für die kommenden Jahre zeichnete. „Der wirtschaftliche Erholungspfad hängt am seidenen Faden. Märkte müssen offen bleiben und dürfen nicht durch protektionistische Maßnahmen mutwillig beschädigt werden“, konstatierte Helmenstein. Zudem forderte er mehr Mut zum Strukturwandel durch Innovation. In der Steiermark machte Helmenstein zahlreiche Sektoren mit bereits bestehendem Potenzial aus, die zusätzlich gefördert werden sollten. Dazu zählen unter anderem die Logistikbranche, Rechenzentren und Wasserstofftechnologien.
Beim Wirtschaftsforum diskutierten mit DI Matthias Dank, Dr. Simone Spitzer, Mag. Georg Kapsch und Mag. Hanno Lorenz zudem renommierte Experten über die wirtschaftlichen Entwicklungen des Landes. Unter den Diskutanten herrschte Konsens, dass die Förderung von Innovation und die Erschließung neuer, internationaler Märkte entscheidend für den wirtschaftlichen Fortschritt der Steiermark sind. Auf diesem Wege könnte man Herausforderungen, wie etwa steigende Energiekosten oder sich verändernde Marktbedingungen, in Angriff nehmen.

Khom unterstrich die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema Wirtschaft und meinte: „Wirtschaft bedeutet Arbeit. Arbeit bedeutet Arbeitsplatz. Arbeitsplätze ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben, schaffen Wohlstand und sichern unseren Sozialstaat. Es ist unsere Aufgabe, hinzuhören und die Sorgen zu verstehen, aber gleichzeitig bestmögliche Lösungen zu suchen und richtige Maßnahmen zu setzen. Die Steirische Volkspartei widmet dem Thema Wirtschaft 2026 ihre zentrale Aufmerksamkeit, weil es ein Schicksalsthema für unsere Steiermark ist.“



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