Das Statut sowie die Geschäftsordnung der Steirischen Volkspartei in aktueller Fassung.
1995 – 2005
Die „Wende“jahre
1995 war ein Wendepunkt für die Steiermark: Josef Krainer trat nach Wahlniederlagen zurück, die ÖVP verlor ihre absolute Mehrheit. Die SPÖ war fast gleichauf, die FPÖ gewann stark dazu. Nach dem Rückzug von Gerhard Hirschmann wurde Waltraud Klasnic überraschend zur ersten Landeshauptfrau Österreichs gewählt. Die politische Landschaft wurde vielfältiger – fünf Parteien zogen in den Landtag ein. Die ÖVP verlor ihre dominante Stellung, doch mit Klasnic begann eine neue Ära.
Ein historischer Wechsel an der Spitze
Waltraud Klasnic wurde 1996 erste Landeshauptfrau Österreichs – eine politische Pionierin mit symbolischer Strahlkraft. Ihr Amtsantritt erfolgte unerwartet, aber einvernehmlich. Ihr Stil war neu: menschlich, präsent, integrativ. Sie setzte bewusst auf „Landeshauptmann“ als Amtsbezeichnung, trotz ihres Geschlechts – ein Zeichen von Kontinuität und Selbstbewusstsein zugleich.
Zwischen Harmonie, Aufbruch und Tradition
Zu Beginn ihrer Amtszeit stand Waltraud Klasnic für Zusammenarbeit – der vielzitierte „Kuschelkurs“ mit der SPÖ endete jedoch 2000 im Streit um den Spielberg-Ring. Dennoch gelang ihr ein historischer Wahlsieg mit 47 %. Das „Modell Steiermark“ setzte erste Impulse für Reformen und brachte frischen Wind. Klasnic positionierte sich zwischen moderner Öffnung und ÖVP-Tradition – getragen von Querdenkern wie Gerhard Hirschmann, aber stets fest in den parteiinternen Strukturen verankert. Ein Balanceakt zwischen Erneuerung und vertrautem politischen Stil.
Zweite Amtszeit: Skandale und Brüche
Ab 2002 war die Harmonie vorbei: SPÖ-Chef Franz Voves wurde zum aktiven Gegenspieler Klasnics. Trotz Ressortmacht der ÖVP war die Regierung zunehmend von Skandalen und personellen Wechseln geprägt. 2003 markierte den Beginn des Niedergangs der „Marke Klasnic“. Die einstige Landesmutter geriet unter Druck – ihr Stern begann zu sinken.
Krisen, Rücktritte und ein schmutziger Wahlkampf
Mit dem Rückzug Gerhard Hirschmanns aus der Landesregierung begann eine Kette politischer Auseinandersetzungen, die auch Landesrat Herbert Paierl und letztlich Waltraud Klasnic schwächten. Die Eskalation rund um die ESTAG und weitere Skandale beschädigten das Image der Landeshauptfrau nachhaltig. Der Wahlkampf 2005 wurde als besonders aggressiv empfunden – mit Folgen: Die ÖVP verlor massiv, die KPÖ zog überraschend in den Landtag ein, und Klasnic erklärte noch am Wahlabend ihren Rücktritt.
Bilanz einer Ära: Wirtschaftliche Neuausrichtung
Trotz politischer Turbulenzen hinterließ die Ära Klasnic wirtschaftlich deutliche Spuren: Mit dem EU-Beitritt wurde die Steiermark zur Innovationsregion. Clusterinitiativen, Forschungsförderung und Investitionen in „brain power“ waren zentrale Eckpfeiler. Die Beschäftigung wuchs, die steirische Industrie entwickelte sich gegen den nationalen Trend. Fördermittel der EU brachten tausende Arbeitsplätze, neue Unternehmen und internationale Anerkennung. Wirtschaftlich rückte die Steiermark ins Zentrum Europas.
Strukturwandel im Tourismus und kulturelle Meilensteine
Unter Klasnic wurde der Tourismus neu gedacht: Vom klassischen Bädertourismus hin zu Wellness, Gesundheit und regionaler Spezialisierung. Thermen und Skigebiete wurden ausgebaut, neue Tourismusverbände gegründet. Auch kulturell markierte ihre Amtszeit Höhepunkte: Die Altstadt von Graz wurde UNESCO-Weltkulturerbe, 2003 war Graz Europäische Kulturhauptstadt. Diese Entwicklungen festigten das Image der Steiermark als lebendige, attraktive Zukunftsregion im Herzen Europas.



Unsere Geschichte
Das Palais Galler
Unsere Landtagsabgeordneten
Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl
Unsere Abgeordneten im Nationalrat
Unsere Mitglieder im Bundesrat

STARKE STEIERMARK.
Unsere Werte und Grundsätze