Das Statut sowie die Geschäftsordnung der Steirischen Volkspartei in aktueller Fassung.
1975 – 1985
Langsame Bewegung auf der Strecke
Zwischen 1975 und 1985 prägten vor allem ÖVP-Politiker wie Josef Krainer jun., Friedrich Niederl und Kulturpolitiker Hanns Koren die Steiermark. Die Region durchlebte wirtschaftliche Herausforderungen durch Krisen in der verstaatlichten Industrie. Politisch zeichneten sich Kontinuität, Bürgernähe und professionelle Amtsführung aus. Die Landtagswahlen bestätigten die Dominanz der ÖVP, trotz aufkommender Spannungen wie beim Konflikt um die Saab-Draken-Stationierung. Die Steiermark zeigte sich offen für kulturelle und wirtschaftliche Innovationen, während die politische Landschaft zunehmend von Medien und Populismus beeinflusst wurde.
Politische Herausforderungen und Wandel
Die Ölkrise und die Schwäche der verstaatlichten Industrie führten zu Arbeitsplatzverlusten, besonders in Kohle, Eisen und Papier. Die ÖVP musste sich zwischen wirtschaftlichen Krisen und gesellschaftlichen Spannungen behaupten, etwa bei der umstrittenen Saab-Draken-Stationierung. Gleichzeitig stimulierten Großereignisse wie die Alpinen Schiweltmeisterschaften den Tourismus. Regionale Initiativen wie die Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria zeigen den Innovationswillen, während interne Konflikte das politische Klima prägten. Josef Krainer jr. setzte auf eine moderne, korruptionsfreie Gründeratmosphäre.
Planung und Institutionen
Die Steiermark wandelte sich von einer Industrieregion der Monarchie zu einer postindustriellen Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft. Trotz Wandel bleiben Bauern- und Arbeiterberufe prägend, besonders politisch. In den 1970er Jahren förderte die „Modellarbeit“ der ÖVP innovative politische Planung mit Experten und Bürgern. Ziel war die Stärkung direkter Demokratie und Kontrolle, etwa durch den Landesrechnungshof (1982) und Volksrechtegesetze (1986). Die Mitwirkung der Bürger wurde intensiviert, um politische Prozesse offenzuhalten. Reformen setzen auf Verantwortungsbewusstsein im Alltag und bereiten so die Grundlage für Modernisierung und Beteiligung der Bevölkerung.
Innovative Kulturpolitik
Hanns Koren war in den 70er und 80er Jahren eine prägende Kulturpersönlichkeit der Steiermark. Er gründete bedeutende Institutionen wie den „steirischen herbst“ und das Freilichtmuseum Stübing. Koren vertrat einen weiten Kulturbegriff und förderte Kulturpolitik jenseits Wiens. Als wortgewandter Redner und Essayist prägte er die Steiermark nachhaltig. Seine Offenheit ermöglichte vielen Künstlern Freiheit und Inspiration. Koren verkörperte eine Aufgeschlossenheit und Zukunftsfähigkeit, die der ÖVP neue Impulse gab. Er starb 1985, hinterließ aber ein kulturelles Erbe, das die Steiermark tiefgreifend veränderte.



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