Gratis-HPV-Nachholimpfaktion für 21- bis 30-Jährige läuft mit Jahresende aus

Mit der HPV-Impfung gibt es eine Impfung gegen Krebs. Für alle Unter-21-Jährigen gibt es ein dauerhaftes Gratis-Impfprogramm. Für alle zwischen 21 und 30 läuft die kostenlose Nachhol-Impfaktion des Bundes heuer aus, weshalb die Erstimpfung spätestens im Juni notwendig ist. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl und Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom appellieren, sich vor HPV zu schützen. Das Land bietet einen eigenen HPV-Impftag an.

HPV (Humane Papillomviren) gelten als eine weltweit verbreitete Virusgruppe, die über 200 verschiedene Typen umfasst. Einige dieser Typen können im Falle einer Infektion Krebserkrankungen hervorrufen. Dank moderner Impfstoffe gibt es einen wirksamen Schutz vor Krebs und anderen durch diese Viren hervorgerufene Erkrankungen. Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl erklärt: „Mit der HPV-Impfung gibt es einen wirksamen Schutz vor vielen Krebsarten. Nutzen wir diese Chance und schützen wir uns! Durch dieses gemeinsame Engagement können wir langfristig die HPV-assoziierten Krebsfälle reduzieren und eine gesündere Zukunft für alle gewährleisten.“

Kostenloses Impfprogramm

Die Impfung wirkt am besten, wenn sie präventiv – also noch vor ersten sexuellen Aktivitäten – erfolgt. Daher steht für Jugendliche zwischen 9 und 20 Jahren im Rahmen eines österreichweiten Gratis-Impfprogramms eine kostenfreie Zwei-Dosen-Impfung zur Verfügung. Für alle 21- bis 30-Jährigen läuft noch bis Jahresende eine kostenlose Nachhol-Impfaktion des Bundes. Zwischen den beiden Teilimpfungen ist ein zeitlicher Abstand von sechs Monaten empfohlen. Damit sich zeitlich alle zwei erforderlichen Impfdosen im Rahmen dieser kostenlosen Nachhol-Aktion ausgehen, muss die erste Impfdosis bis spätestens Ende Juni 2025 verabreicht werden. „Die HPV-Impfung ist viel mehr als nur eine medizinische Maßnahme – sie ist eine Investition in die Zukunft unserer jungen Generation. Ein frühzeitiger Schutz ist entscheidend, um das Risiko schwerwiegender Erkrankungen nachhaltig zu senken. Ich appelliere an alle jungen Menschen, diese Chance zu ergreifen. Der Internationale Tag der Frauengesundheit erinnert uns daran, wie wichtig Vorsorge ist.“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, die für das Gesellschaftsressort des Landes Steiermark zuständig ist.

HPV-Impftage in der Landessanitätsdirektion

Interessierte junge Erwachsene im Alter von 21 bis 30 Jahren sollten sich schnellstmöglich an ihren Hausarzt oder an eine öffentliche Impfstelle wenden, um ihren kostenfreien Impftermin zu sichern. Die Landessanitätsdirektion bietet dazu im Haus der Gesundheit (Reisemedizinische Impf- und Beratungsstelle, Friedrichgasse 9, 8010 Graz) am Montag, 2. Juni, am Freitag, 6. Juni, und am Montag, 16. Juni, jeweils zwischen 09:00 und 16:00 Uhr eigene HPV-Impftage an. Eine Anmeldung dafür ist nicht erforderlich.

Wissenswertes zu HPV

Übertragen werden die HPV von Menschen zu Menschen durch direkten Haut- bzw. Schleimhautkontakt, so bei sexuellen Kontakten oder während der Geburt von der Mutter auf das Kind. Schon bei einer kleinsten Verletzung der Haut oder der Schleimhaut können die HPV in die Zellen eindringen und eine lokale Infektion auslösen. Derzeit sind über 200 HPV-Typen bekannt. Davon haben mindestens 14 krebsverursachende Wirkungen. Ob die äußere Haut infiziert wird oder die Schleimhäute der Genital- und Analregion und des Mund-, Rachen- und Halsraumes, hängt auch vom HPV-Typ ab. In den meisten Fällen erkennt und bekämpft unser Immunsystem die Viren und eine spontane Abheilung der Infektion ist innerhalb von ein bis zwei Jahren möglich. Oft bleibt diese Infektion sogar unbemerkt. Wenn keine spontane Abheilung stattfindet, setzen sich die HPV in den Zellen der Haut und der Schleimhaut fest und bestehen fort. Dadurch können sie selbst nach Jahren über Krebsvorstufen zu bestimmten Krebsarten führen. Der häufigste durch bestimmte HPV-Typen ausgelöste Krebs betrifft den Gebärmutterhals, aber auch Scheiden-, Schamlippen- und Analkrebs können durch bestimmte HPV-Typen verursacht werden. Etwa 80 % aller Frauen und Männer werden im Laufe ihres Lebens mit genitalen HPV infiziert. HPV trägt dazu bei, dass der Gebärmutterhalskrebs die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache weltweit bei Frauen ist. In Europa werden jährlich 33.500 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs mit etwa 15.000 Todesfällen registriert, in Österreich treten ca. 400 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs auf bzw. 130-180 Todesfälle.

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