Nationalfeiertag 2024: Hunderte Besucherinnen und Besucher beim „Tag der offenen Tür“ in der Grazer Burg

Der heutige Nationalfeiertag (26.10.2024) stand für hunderte Steirerinnen und Steirer unter dem Motto „Auf in die Grazer Burg“.

Steirerinnen und Steirer aller Generationen kamen zum „Tag der offenen Tür“ in die Burg. © Land Steiermark/Foto Fischer

Im Rahmen eines „Tags der offenen Tür“ nutzten die Besucherinnen und Besucher zwischen 9 und 17 Uhr die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Sitzes der Steiermärkischen Landesregierung zu werfen. Landeshauptmann Christopher Drexler hatte dazu eingeladen und ließ es sich nicht nehmen, persönlich durch die Räumlichkeiten zu führen. Regierungssitzungszimmer, Büro des Landeshauptmannes, die Repräsentationsräumlichkeiten des „Weißen Saals“ – die Interessierten erhielten Zugang zu den wichtigsten Räumen im Karlstrakt der Grazer Burg, wo seit 1922 der jeweilige Landeshauptmann und der Landeshauptmann-Stellvertreter ihre Büros haben und die Landesregierung zu ihren wöchentlichen Sitzungen zusammenkommt. 

„Ich freue mich, dass so viele Steirerinnen und Steirer die Einladung zu unserem Tag der offenen Tür angenommen haben. Rund 600 Besucherinnen und Besucher konnte ich heute durch die Grazer Burg führen und zeigen, wo diese Landesregierung zusammen arbeitet, anpackt und verlässliche Entscheidungen für die Zukunft unserer Steiermark getroffen werden. Danke an alle Steirerinnen und Steirer, die sich heute Zeit genommen haben, um mit mir gemeinsam die Amtsräumlichkeiten der Steiermärkischen Landesregierung zu besichtigen“, freute sich LH Christopher Drexler.

Insgesamt wurden am Nationalfeiertag 2024 rund 600 Besucherinnen und Besucher gezählt. © Land Steiermark/Foto Fischer

Ehemalige Kaiserresidenz.
Der Gebäudekomplex der Grazer Burg wurde ab 1438 durch den steirischen Herzog Friedrich V., den späteren römisch-deutschen Kaiser Friedrich III., gebaut und war in den nachfolgenden Jahrzehnten auch kaiserliche Residenz. Der ursprünglich gotische Bau wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder erweitert, maßgebliche Teile stammen aus der Renaissancezeit, in der die Burg eine bedeutende Rolle spielte: Ab 1564 war Graz die Hauptstadt jener habsburgischen Länder, die als Innerösterreich zusammengefasst waren (Steiermark, Kärnten, Krain, Küstenland) und von der Grazer Burg aus regiert wurden. Nachdem Erzherzog Ferdinand II. im Jahr 1619 zum Kaiser gekrönt wurde und nach Wien zog, verlor die Burg ihre Funktion als Sitz des Landesfürsten. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg, die nur mehr selten von den Habsburgern genutzt wurde, vernachlässigt: Es kam zwar mehrmals zu teilweisen Renovierungsarbeiten, spätestens im 19. Jahrhundert galt ein Teil der Burg allerdings als baufällig. Trotz Protesten wurden Mitte des Jahrhunderts Teile der Gebäude abgebrochen. Erst mit dem Einzug der Landesregierung im Jahr 1922 erhielt die Burg ihre Funktion als Regierungssitz zurück.

Derzeit laufen die Vorarbeiten für ein großangelegtes Revitalisierungsprojekt, durch das bis zum Ende des Jahrzehnts bisher nicht genutzte, historisch wertvolle Bereiche der Grazer Burg für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

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