Das Statut sowie die Geschäftsordnung der Steirischen Volkspartei in aktueller Fassung.
Landesparteiobfrau Landeshauptmann-Stv. Khom: Früherer Schulstart, mehr Lernzeit im Herbst und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
(Graz, 24. Oktober 2026) – Die Landesparteiobfrau der Steirischen Volkspartei, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, fordert eine Neuregelung der Sommerferien. In einem Schreiben an Bildungsminister Christoph Wiederkehr ersucht sie, eine Vorverlegung des Sommerferienbeginns um eine Woche sowie eine Verkürzung der Sommerferien um insgesamt zwei Wochen zu prüfen. Ziel sind längere Lernphasen im Herbst, eine bessere Anpassung an die zunehmende Sommerhitze und eine Entlastung der Familien bei der Kinderbetreuung.
Die Herbstferien stehen vor der Tür – und damit bereits die nächste schulfreie Zeit, obwohl die neunwöchigen Sommerferien erst sechs Wochen zurückliegen. Während der Schulbetrieb im September langsam anläuft und im Oktober volle Fahrt aufnimmt, wird er Ende Oktober bereits wieder unterbrochen.
Steiermark gegenüber Wien im Nachteil
Für die Steiermark stellt sich dabei eine besondere Frage: Während Wien bereits Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli in die Sommerferien startet, beginnen diese in der Steiermark gesetzlich bedingt erst eine Woche später. Auch das Schuljahr beginnt in Wien eine Woche früher. Damit fällt die schulfreie Zeit in der Steiermark stärker in die heißen Sommerwochen, während der Abstand zu den Herbstferien kürzer ausfällt.
„Es kann nicht sein, dass wir in der Steiermark bei den Ferien gegenüber Wien das Nachsehen haben. Wir müssen die Ferienzeiten an die tatsächlichen Bedingungen anpassen – und dazu gehören die zunehmende Sommerhitze genauso wie ausreichend lange Lernphasen im Herbst“, betont LH-Stv. Khom.
„Ich halte die Herbstferien für absolut sinnvoll. Sie bieten Schülerinnen und Schülern eine wichtige Erholungsphase vor der anstrengenden Schularbeiten-Saison und sind zugleich eine bedeutende Saison für den steirischen Tourismus. Allerdings kommen sie aus meiner Sicht zu kurz nach den Sommerferien. Kaum hat der Schulbetrieb wieder Flughöhe aufgenommen, wird bereits zur Zwischenlandung angesetzt“, so LH-Stv. Khom.
Frühe Sommerhitze macht Anpassung notwendig
Eine Anpassung sei auch angesichts der klimatischen Entwicklung notwendig. „Die Hitze im heurigen Jahr und die Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen ganz klar: Wir müssen reagieren. Ich ersuche den Bildungsminister deshalb, eine Neuregelung zu prüfen, bei der die Sommerferien eine Woche früher beginnen und insgesamt um zwei Wochen kürzer ausfallen. Damit schaffen wir mehr zusammenhängende Lernzeit im Herbst und tragen den zunehmenden Hitzetagen Rechnung“, betont LH-Stv. Khom.
Familien entlasten und bundesweit einheitliche Lösung schaffen
Auch die Situation vieler Familien müsse berücksichtigt werden. „Neun Wochen Sommerferien stellen Eltern bei der Kinderbetreuung vor große Herausforderungen. Zwei Wochen weniger Ferien können die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich erleichtern. Gleichzeitig gewinnen wir mehr zusammenhängende Lernzeit im Herbst. Das ist nicht nur im Interesse der Schülerinnen und Schüler, sondern auch Standortpolitik“, erklärt die Landesparteiobfrau.
LH-Stv. Khom betont zudem die Bedeutung einer bundesweit einheitlichen Lösung: „Ich will weder Kindern noch Lehrkräften Erholung nehmen. Sieben Wochen Ferien sind nach wie vor eine lange Pause. Zwar könnten die Länder im Rahmen ihrer Kompetenzen auch selbst Änderungen im Pflichtschulbereich vornehmen, sinnvoll ist aus meiner Sicht aber eine gemeinsame Lösung für alle Bundesländer.“
Die Umsetzung müsse gemeinsam mit dem Schulpersonal erarbeitet werden. „Im Mittelpunkt müssen die Schülerinnen und Schüler und ihr größtmöglicher Lernerfolg stehen. Gleichzeitig brauchen wir eine Lösung, die den klimatischen Veränderungen Rechnung trägt und Familien bei der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung unterstützt“, so die Landesparteiobfrau abschließend.



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