ÖVP-Klubobmann Schnitzer: „Keine weiteren Lehrkräfte und Imame aus dem Ausland!“

(Graz, 12. Oktober 2026) – Wie die Kronen Zeitung in der heutigen Printausgabe berichtet, werden in der Türkei aktiv Lehrkräfte für Europa gesucht und in weiterer Folge ausgebildet. Das Problem dabei ist, dass dieses Personal nicht an Hochschulen ausgebildet wird, sondern durch Religionsattachés des türkischen Staates. Voraussetzungen sind ein österreichischer Pass, abgeschlossene Matura, ein Empfehlungsschreiben eines so genannten „Religionsbeauftragten“ sowie Wissen und Ausdrucksfähigkeit des Koran.

Klubobmann Lukas Schnitzer © StVP-Klub
Klubobmann Lukas Schnitzer © StVP-Klub

„Mit dieser Vorgehensweise wird nicht nur die universitäre Ausbildung untergraben, sondern öffnet auch Tür und Tor für Radikale und den politischen Islam. Wer in Österreich predigt oder gar junge Menschen unterrichtet, muss seine Ausbildung in Österreich absolviert haben. Alles andere ist nicht mit Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit oder Integration vereinbar“, so Klubobmann Schnitzer und sagt weiter: „Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, aber wir müssen sicherstellen, dass die akademische und geistige Ausbildung in Österreich vorgenommen wird. Nur so kann gewährleistet sein, dass Lehrkräften auf dem Boden unserer Verfassung stehen.“

Laut der Österreichischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) haben bereits jetzt ein Drittel der Religionslehrkräfte ihre Ausbildung im Ausland, vorrangig in der Türkei absolviert. Deshalb sollen Lehrkräfte und Imame, die bereits ihre Ausbildung im Ausland absolviert haben und in Österreich arbeiten, einen „Wertevertrag“ unterzeichnen, sich also dem österreichischen Wertefundament verpflichten. „So stellen wir sicher, dass der Religionsunterricht nicht missbraucht wird oder in Gebetshäusern Inhalte gepredigt werden, die unseren Werten und unserer Art zu leben entgegenstehen. Es dürfen über den Weg der Religionsvermittlung nicht ausländische Kräfte oder gar Staaten, die möglicherweise unsere Gesellschaft unterwandern wollen, das Sagen haben“, so Schnitzer abschließend.

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