Steirische Volkspartei: SteirerTalk thematisiert Grazer Verkehrsprobleme und zeigt Lösungen auf

Landeshauptmann-Stv. Khom: „Ein starkes Zukunftsland Steiermark braucht eine starke Landeshauptstadt“ | Stadtparteiobmann und Bürgermeisterkandidat StR Hohensinner: „Es braucht einen Kurswechsel“

(Donnerstag, 28. Mai 2026) – Der vierte SteirerTalk der Steirischen Volkspartei am gestrigen Mittwoch stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Grazer Gemeinderatswahl und der allgemeinen Entwicklung der Landeshauptstadt. Der Fokus galt dabei den Themen Verkehr und Innenstadtwirtschaft. Als Speaker teilten Innenstadthändlerin Ulrike Gugel und Architekt und Raumplaner Guido Strohecker ihre Expertise.

Reges Interesse beim vierten SteirerTalk der Steirischen Volkspartei © StVP/Gasser

 

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom umriss die Bedeutung der Thematik und gab einen Ausblick auf die Graz-Wahl: „Aus meiner Sicht wird in der Landeshauptstadt vielen wichtigen Zukunftsthemen zu wenig Bedeutung beigemessen. Das betrifft gerade die Wirtschaft in unserer Landeshauptstadt, denn damit sind Arbeitsplätze, Wohlstand und ein selbstbestimmtes Leben eng verbunden. Für ein starkes Zukunftsland Steiermark braucht es aber auch eine starke Landeshauptstadt Graz. Dafür steht Kurt Hohensinner. Aber vor allem hat er den richtigen Plan: Graz soll wieder eine Stadt werden, die Chancen für Familien, Betriebe und junge Menschen bietet.“

 

Stadtrat Kurt Hohensinner begrüßte die Gäste und präsentierte seinen Plan für Graz: „Wir brauchen in Graz einen Kurswechsel. Beim Verkehr gibt es derzeit viel Stückwerk und Bevormundungspolitik. Mit unserem Gesamtkonzept wollen wir unter anderem großzügige Park-and-Ride-Anlagen an den Stadtgrenzen und einen Tiefgaragenring mit Parkleitsystem in der Innenstadt schaffen. Es braucht auch eine bessere Öffi-Anbindung von Verkehrsknotenpunkten wie etwa Webling und Don Bosco, durchgängige Radwege und eine Gehsteigoffensive in den Randbezirken.“

 

Architekt und Stadtplaner Guido Strohecker © StVP/Gasser

Architekt und Stadtplaner Guido Strohecker griff insbesondere die Problematik fehlender Tiefgaragenplätze auf: „Bei den Parkplätzen pro Einwohner liegt Graz im österreichischen Städtevergleich im untersten Bereich. In den letzten fünf Jahre ist Graz in diesem Bereich stehengeblieben. Hier braucht es aber dringend eine Weiterentwicklung.“ Für Strohecker zudem entscheidend: „Man muss bei der Infrastruktur alle Mobilitätsformen gleichwertig mitdenken und auch für künftige Generationen planen.“

 

Innenstadthändlerin Gugel sah im Verkehrskonzept auch einen entscheidenden Faktor für die wirtschaftliche Belebung der Innenstadt: „Viele meiner Kunden kommen aus dem Grazer Umland. Bei diesen Kunden erleben wir durchaus einen Frequenzrückgang, weil es sich für sie nicht lohnt, in eine Innenstadt zu fahren, wo sie keinen Parkplatz finden.“ Gugel sieht in Graz weiterhin großes Potential, hält jedoch fest: „Wir brauchen wieder mehr Mut, in Dinge zu investieren, die nachhaltig sind, den Menschen gefallen und auch Kunden in die Stadt bringen, die bereit sind, hier Geld auszugeben. Denn sie können die Innenstadtwirtschaft entscheidend stärken und damit Arbeitsplätze sichern.“

Innenstadthändlerin Ulrike Gugel © StVP/Gasser

 

Auch für Hohensinner ist die Wirtschaft ein Schlüsselthema: „Im Moment hat die Wirtschaft im Rathaus nicht den Stellenwert, den sie verdient. Das Wirtschaftsbudget wurde halbiert, während die Sozialausgaben massiv erhöht wurden. Für die Innenstadt wollen wir mehr Attraktivität schaffen. Wir wollen die Lebensader Mur neu beleben sowie mehr Sicherheit und Sauberkeit schaffen.“

 

Am Mittwoch stellte Hohensinner zugleich sein Konzept für die Mur vor, bei dem unter anderem auch Guido Strohecker als Planer involviert war. Detaillierte Infos dazu gibt es unter: www.murcenter.at

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