Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer zu Gast in der Steiermark

Teilzeit-Debatte im Mittelpunkt des Gesprächs mit LH-Stv. Khom; Khom will mehr Bewusstsein über die negativen Langzeitfolgen von Teilzeitarbeit und fordert bessere Finanzbildung in den Schulen

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer war vor kurzem zu Gast in der Steiermark und traf unter anderem Landesparteiobfrau Landeshauptmann-StellvertreterinManuela Khom zu einem

LH-Stv. Manuela Khom und BM Hattmannsdorfer © Land Steiermark
LH-Stv. Manuela Khom und BM Hattmannsdorfer © Land Steiermark

gemeinsamen Arbeitsgespräch. Thema im Gespräch war unter anderem die von Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer angestoßene Debatte zur, auch im europäischen Vergleich, sehr hohen Teilzeitquote in Österreich. Nicht zuletzt im Vorfeld des sogenannten Equal Pension Days am 7. August, also dem Tag, an dem Männer im Schnitt bereits so viel Pension erhalten haben wie Frauen das ganze Jahr über, treffen Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer mit seinen Impulsen bei Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom auf offene Ohren. Sie legt hier nach und fordert, das Augenmerk auch auf die vor allem durch Teilzeit verursachte Altersarmut zu legen, von der gerade Frauen oft stärker betroffen sind.

„Männer haben bis zum 7. August im Schnitt bereits so viel Pension erhalten wie Frauen das ganze Jahr über. Das ist ein Umstand, der die Politik fordert, Maßnahmen zu ergreifen. Daher bin ich ein wenig verwundert, dass Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer für seinen Vorstoß gerade von frauenpolitischen Einrichtungen sowie Seniorenorganisationen nicht mehr Unterstützung erfährt. Es gibt viele Gründe für Teilzeit, die etwa bei Betreuungspflichten nicht immer freiwillig erfolgt. Viele reduzieren ihre Stundenanzahl aber auch freiwillig, weil Teilzeitmodelle in Österreich auf den ersten Blick schlicht finanziell zu attraktiv sind. Wir müssen daher für mehr Bewusstsein sorgen, dass Teilzeit spätestens in der Pension enorme negative Auswirkungen verursacht und in etlichen Fällen zu Altersarmut führt“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, die weiter anregt: „Aus meiner Sicht braucht es bereits in der Schule mehr Finanzbildung, um jungen Menschen früh genug Wege zur finanziellen Altersvorsorge aufzuzeigen und auf die Langzeitfolgen von langfristiger Teilzeit hinzuweisen. Denn viele junge Menschen beschäftigen sich erst zu spät mit ihrer eigenen finanziellen Vorsorge und bekommen dann im Alter das böse Erwachen. Das gilt es, mit frühzeitiger Finanzbildung und Altersvorsorge zu verhindern!“

LH-Stv. Manuela Khom und BM Hattmannsdorfer © Land Steiermark
LH-Stv. Manuela Khom und BM Hattmannsdorfer © Land Steiermark

„Österreich weist eine der höchsten Teilzeitquoten Europas auf – das ist ein Zeichen dafür, dass flexible Arbeitsmodelle stark genutzt werden. Gleichzeitig müssen wir aber auch ehrlich über die langfristigen finanziellen Folgen sprechen, die sich insbesondere für Frauen ergeben können. Wir brauchen mehr Bewusstsein über die Auswirkungen auf die Pension, denn Teilzeit darf nicht zu Altersarmut führen. Deshalb setze ich mich für mehr Information, faire Rahmenbedingungen und stärkere finanzielle Bildung ein – damit jede und jeder eine bewusste, informierte Entscheidung über den eigenen Berufsweg und die finanzielle Zukunft treffen kann“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

 

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