Landesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl fordert Masterplan Gesundheit Österreich

„Egal wo jemand lebt, die Gesundheitsversorgung darf keinen Unterschied machen“, betont der steirische Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl. „Wir haben einen Wildwuchs an Zuständigkeiten, einen Wildwuchs an Finanzierungsströmen und wir haben bis heute noch immer keinen bundesweiten, einheitlichen Honorarkatalog für unsere niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte“, kritisiert Kornhäusl, der weiter ausführt: „Es ist ja niemandem zu erklären, dass die Behandlung eines Wieners mehr wert ist, als die eines Steirers.“

Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl
©Lorber

Klare Strukturen für ein modernes Gesundheitssystem

Für Kornhäusl steht fest: „Die zukünftige Bundesregierung muss einen umfassenden Masterplan für die Gesundheitsversorgung der Österreicherinnen und Österreicher erarbeiten! Ein modernes Gesundheitssystem erfordert klare Strukturen und gute Rahmenbedingungen, damit alle Menschen, unabhängig vom Wohnort, Zugang zu gleichwertiger und hochwertiger medizinischer Versorgung haben.“ Die Herausforderungen, die sich durch den medizinischen Fortschritt, die demografische Entwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen für die gesamte Republik ergeben, sind enorm. Für Kornhäusl ist daher wichtig, dass dieser Masterplan im Zuge eines breit angelegten Diskussionsprozesses unter Einbindung aller Partner im Gesundheitswesen erfolgt. Dieser Prozess müsse die Dimension des Österreich-Konvents und eine rasche Umsetzung zum Ziel haben. Sollten aber auch hier zukunftsfitte Ideen in der Schublade landen, bräuchte man aber gar nicht erst zu beginnen.

Wohl der Menschen in den Mittelpunkt stellen

„Die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, lassen sich nur durch eine starke Zusammenarbeit bewältigen, daher brauchen wir einen nationalen Schulterschluss und einen gemeinsamen Masterplan für die Gesundheit. Da darf es keine Denkverbote, Standesdünkel sowie Scheuklappen geben und es muss auch offen über Zuständigkeiten, Konstruktionen und Finanzierungen gesprochen werden. Wir brauchen im Gesundheitsbereich eine Reform, bei der das Wohl der Menschen im Mittelpunkt steht, und nicht das System“, so Kornhäusl abschließend.

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