Emotionale Diskussion beim DiensTalk zum Thema „Wie sicher sind wir in unserem Land?“

Nach der Sommerpause startete gestern der DiensTalk mit einem brisanten Thema in die Herbstsaison. „Wie sicher sind wir in unserem Land?“ lautete die Frage des Abends, welche Prof. Dr. Thomas Jäger, Politikwissenschafter der Universität Köln und Bundesminister für Inneres, Mag. Wolfgang Sobotka, in der Parteizentrale der Steirischen Volkspartei am Karmeliterplatz unter der Moderation von Mag. Dr. Gregor Withalm diskutierten. „Das Thema ‚Sicherheit‘ ist eines, das alle bewegt, die Jungen und die Alten, die Frauen und die Männer, egal ob am Land oder in der Stadt. Über Sicherheit kann man mit jedem vortrefflich diskutieren, weil jeder das sehr subjektiv empfindet und sieht. Und da hilft es auch gar nichts, dass oft Zahlen, Daten, Fakten dafür sprechen, dass Österreich ein sicheres Land ist, wenn die einzelne Person ein anderes Empfinden hat“, mit diesen Worten eröffnete Hausherr Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg die Diskussion.

Neue Formen der Kriminalität
Die Zahlen des Innenministeriums zeigen, dass Österreich eines der sichersten Länder ist, doch habe sich laut Sobotka die Kriminalität und die Bedeutung der Inneren Sicherheit seit den 1980er Jahren verändert. „Täter agieren heute oftmals in Gruppen und grenzüberschreitend. Durch die Digitalisierung sind auch neue Formen der Kriminalität entstanden. In diesem Bereich haben wir starke Zunahmen bei der Anzahl der Delikte“, so der Innenminister. Auf die neuen Formen der Kriminalität weist auch Jäger hin. „Wenn man sich die Kriminalstatistik ansieht, dann gibt es im Bereich der herkömmlichen Kriminalität, bei Einbrüchen, bei KFZ-Diebstählen einen richtigen Rückgang. Aber es gibt eben neue Felder, weil es im Bereich des Cyberraums neue Kriminalitätsentwicklungen gibt, weil die Wirtschaftskriminalität zunimmt und das sind Aufgaben, die sich jetzt für die nächste Zeit stellen“, so der Politikwissenschafter.

Wolfgang Sobotka, Gregor Withalm, Thomas Jäger, Detlev Eisel-Eiselsberg © Foto Fischer

Sicherheit geht uns alle an!
Einig war man sich darüber, dass das Thema Sicherheit nicht nur den Staat, sondern alle Bürgerinnen und Bürger betreffe. „Der Staat sind wir alle, daher kommen wir bei der Sicherheit immer wieder an den Bürger. Die Polizei ist der Experte, aber wir brauchen alle, denen die Sicherheit ein Anliegen ist, dass sie hier mittun, mitdenken, mitarbeiten, mitdiskutieren um die Sicherheitslage dort zu besprechen und dort Defizite erkenntlich zu machen, aber dann auch Lösungen anzubieten“, so Sobotka.

„Die Herausforderungen ändern sich laufend und all jene die Verantwortung tragen in diesem Bereich, politisch aber auch beamtet, denen muss man eigentlich alle Möglichkeiten geben, dass sie auf diese Dynamik, auf diese Entwicklungen, entsprechend reagieren können. Und ich glaube, das ist auch ein Auftrag an alle politischen Parteien“, so der Landesgeschäftsführer abschließend.