„Erfolgreichste und nachhaltigste Ski-WM aller Zeiten!“

In seiner Sitzung am 12.01.2016 beschäftigte sich der Kontrollausschuss des Landtages Steiermark intensiv mit der Frage der Nachhaltigkeit der Alpinen Ski-WM 2013 in Schladming. Wie der Rechnungshof bereits in der letzten Kontrollausschusssitzung im Dezember letzten Jahres einräumen musste, hatte man die Frage nach der Nachhaltigkeit im vorliegenden Rechnungshofbericht aufgrund der zeitlichen Nähe zur WM nicht beantworten können. Entsprechende Informationen, die das Land Steiermark, die Planai Hochwurzenbahnen GmbH Schladming und die für das Gesamtprojektmanagement der durch das Land getätigten Investitionen zuständigen GPM Infrastruktur Schladming 2013 GmbH dem Rechnungshof übermittelt hatten, wurden nicht oder nur teilweise in den Bericht eingearbeitet.

LAbg. Karl Lackner

LAbg. Karl Lackner

„Die Frage der Nachhaltigkeit der Ski-WM ist für uns zentral, da nur sie wirklich Auskunft darüber gibt, ob und wie sehr die Investitionen in die Skiregion sinnvoll waren und die Region nachhaltig gestärkt haben“, so die beiden Kontrollsprecher der Steirischen Zukunftskoalition Karl Lackner (ÖVP) und Stefan Hofer (SPÖ).

Erfolgreichste Ski-WM aller Zeiten
Auskunft über die positiven Auswirkungen über die Region gab im Kontrollausschuss Dir. Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai Hochwurzenbahnen GmbH und früherer Geschäftsführer der Steiermark-Tourismus GmbH. Bliem verwies an aller erster Stelle darauf, dass die Ski-WM in Schladming mit über 300.000 Besuchern die erfolgreichste Ski WM aller Zeiten war. Das größte steirische Freizeitunternehmen, die Planai Hochwurzenbahnen GmbH Schladming, konnte seit dem erfolgreichen Event ihren Umsatz um 20,9 Prozent, ihren Cash-Flow sogar um 55,9 Prozent steigern. Der Gewinn des Unternehmens (EGT) konnte mit der WM auf 4,0 Mio. Euro vervierfacht werden bzw. gegenüber den Jahren vor der WM verfünffacht werden.

Der Gesamtjahresumsatz stieg erstmalig auf über 40 Millionen Euro.

Entgegen den Darstellungen im RH Bericht gingen die Erstgasteintritte in der Schladminger 4-Berge Skischaukel nicht zurück, sondern sind ganz im Gegenteil mittlerweile auf einen Spitzenwert von 1,75 Mio. Ersteintritte gestiegen.

Das Unternehmen Planai Hochwurzenbahnen konnte dabei auch im Benchmark mit anderen großen Bergbahnenunternehmen einen Spitzenwert erreichen.

Nachhaltigkeit der Investitionen eindeutig gegeben
Sämtliche WM-Investitionen werden nachhaltig genutzt und tragen enorm zum Erfolg des Unternehmens bei und sorgen auch bei Gästen und Veranstaltern für Begeisterung. Alleine der WM Park Planai wird jährlich für rund 15 Großveranstaltungen genutzt, Schladming entwickelt sich seit der WM zur gefragten Kongressdestination und auch der Sommertourismus konnte von den nachhaltigen Investitionen in die Region enorm profitieren.

„Veranstaltungen wie die derzeit stattfindenden Special Olympic Pre-Games oder die Special Olympics im kommenden Jahr, wären ohne die im Rahmen der Ski WM 2013 getätigten Investitionen niemals möglich. Diese haben die Wirtschaft in der gesamten Region beflügelt“, sehen sich die beiden Kontrollsprecher durch die Informationen von Dir. Bliem bestätigt.

Nicht zuletzt mussten auch die bei der Ausschusssitzung anwesenden Vertreter des Rechnungshofes die Nachhaltigkeit der Ski-WM eingestehen. „Die Zahlen der letzten Jahre, die bei der Vor-Ort-Prüfung im Jahr 2014 noch nicht vorgelegen hätten, haben sich außerordentlich gut entwickelt. Das musste auch der Rechnungshof, der in seinem Bericht die Nachhaltigkeit aufgrund fehlenden Datenmaterials noch nicht bestätigen konnte nun zugeben“, so die beiden Kontrollsprecher.

Gesamtübersicht und Kontrolle waren umfassend gegeben
Den Vorwurf des fehlenden Gesamtprojektmanagements und der mangelnden Kostenkontrolle konnte Dr. Stehlik, Geschäftsführer der GPM Infrastruktur Schladming 2013 GmbH, vollständig entkräften. Im WM-Schlussbericht vom 29.01.2013 fand sich kein einziges Teilprojekt mit Kostenüberschreitungen. „Der beste Beweis dafür, dass das Budget- und Kostenmanagement funktionierte!“

Hinweise und Empfehlungen des Rechnungshofes werden umgesetzt
Dass der Bericht des Rechnungshofes aber auch Hinweise und Empfehlungen für Verbesserungen enthält, steht für die Zukunftskoalition außer Frage. „Es hat erneut eine sehr offene und konstruktive Diskussion gegeben, in der auch die zuständigen Regierungsmitglieder sowie die geladenen Auskunftspersonen alle offenen Fragen beantwortet haben, auf Kritikpunkte eingegangen sind und diese zum überwiegenden Teil entkräftet haben. Selbstverständlich sollen und werden alle verbleibenden Kritikpunkte bei kommenden Großveranstaltungen auch berücksichtigt werden. Wir nehmen die Arbeit und die Empfehlungen des Rechnungshofes ernst. Zentral ist die Frage der Nachhaltigkeit für die Region und die ist eindeutig gegeben.“

Versuchte Skandalisierung der Grünen läuft ins Leere
Dennoch versucht der Vertreter der Grünen im Kontrollausschuss, Lambert Schönleitner weiterhin zwanghaft einen Skandal in dem erfolgreichen Event zu sehen. „Was Schönleitner hier macht ist nicht nur unseriös sondern entbehrt jeder Grundlage!“, so Lackner und  Hofer. So seien alle von Schönleitner gestellten Fragen zur Ski-WM bereits mehrmals und ausführlich beantwortet worden. „Selbst der Rechnungshof hat bestätigt, dass es die vielfach von Schönleitner zitierten ‚geschwärzten Verträge‘ nicht gibt. Vielmehr handelt es sich dabei um EINEN Vertrag zwischen der FIS und dem ÖSV. Nur der ÖSV wurde aus diesem Vertrag berechtigt und verpflichtet, weder das Land Steiermark noch die Stadtgemeinde haben diesen Vertrag unterfertigt oder auch nur zur Kenntnis genommen.

„Der grüne Abgeordnete versucht hier krampfhaft einen Skandal herbeizureden. Und das auf Kosten einer erfolgreichen Veranstaltung und einer ganzen Region. Aber wie sich nun nach der aktuellen Sitzung des Kontrollausschusses zeigt, laufen diese Bemühungen komplett ins Leere“, so die beiden Kontrollsprecher abschließend.