Aus den Augen einer Jungwählerin

Das Leben bietet einem viele Möglichkeiten und Chancen, man muss nur mutig genug sein um sie zu ergreifen.
Speziell in der Politik bekommt man viele Chancen präsentiert für Veränderung einzustehen, auf Probleme aufmerksam zu machen und für positiven Fortschritt zu sorgen. Ohne den zuvor angesprochenen Mut jedoch wird anstelle von Progress der Stillstand Überhand nehmen.

Ist es wirklich so, dass in der heimischen Regierung der Stillstand das System lähmt? Bürokratie eine gelebte Demokratie beinahe unmöglich macht und neben großen Reden keine großen Taten folgen? Eben niemand wirklichen Mut besitzt? Nein, ich glaube nicht! Ich glaube, das wahre Problem besteht darin, dass sich immer weniger Menschen für Politik interessieren und stattdessen ohne sich wirklich zu informieren die Arbeit der Politiker kritisieren.

DSC_0004Meinen kritischen Blick durfte ich am Pfingstmontag auf eine der Personen richten, die den Politzirkus schon seit vielen Jahren seine Heimat nennt: Hermann Schützenhöfer. Als Spitzenkandidat für die Landtagswahlen 2015 der ÖVP sind die oben genannten Fragen Alltag. Ein Alltag der sich im ersten Anschein durchaus verlockend anhört: Von Veranstaltung zu Veranstaltung, leckeres Essen, freundliche Menschen – er, ein gern gesehener Gast. Doch was steckt wirklich dahinter? Bei näherem Betrachten fällt auf: Es kann definitiv von harter Arbeit gesprochen werden. Professionelles Auftreten, ein lockerer Spruch auf den Lippen und Freundlichkeit, Attribute die von den Anwesenden diverser Veranstaltungen schlichtweg erwartet werden. Die große Frage die man sich da natürlich stellt:“ Alles nur Fassade oder ist das wirklich Hermann Schützenhöfer wie er leibt und lebt?“ Nach meinem Tag mit ihm kann ich überzeugt behaupten – so ist tatsächlich der Mensch und nicht nur der Politiker. Wahrscheinlich konnte er sich genau aus diesem Grund auch vieler Zusprüche hinsichtlich der anstehenden Wahl erfreuen.

DSC_0009Eine Vielzahl an Menschen ist sich in der Annahme einig „Politiker sein, das ist ja gar kein richtiger Beruf, die haben ja alle nix zu tun!“ – Ich widerspreche! Was haben die Einweihung eines Rüsthauses, ein Pfadfinderlager und die Wahl der Narzissenkönigin gemeinsam? Richtig, gar nichts! Das Fahren von A nach B impliziert zwar der Job, diesen jedoch einem gemütlichen Pfingstsonntag im Kreise der Familie vorzuziehen – in meinen Augen keine Selbstverständlichkeit.
Als Politiker ist es deine Aufgabe, egal wie unterschiedlich die Happenings auch sind, über den Ablauf, die Ausführung und die Beteiligten Bescheid zu wissen. Und genau so habe ich Hermann Schützenhöfer auch gestern erlebt: stets top vorbereitet und eingestimmt auf das folgende Event. Und Events gibt es viele, auch außerhalb der Wahlkampfzeit, wird mir bestätigt.
Pfadfinder grüßen sich mit Links – mit der Hand, die von Herzen kommt und Feuerwehrkammeraden wünschen sich „Gut Heil!“. Das Bescheidwissen über solch „Kleinigkeiten“ macht sympathisch, man bekommt schnell das Gefühl „das ist einer von uns“. Und genau dasselbe Gefühl hatte ich auch. Keine Politikerstarallüren oder Berührungsängste! Das wird speziell sichtbar wenn man Hermann Schützenhöfers Interagieren mit den Anwesenden verschiedener Veranstaltungen beobachtet. Er mischt sich unter die Leute, fragt nach, ist interessiert und am Ende des Tages eben ein ganz normaler Mensch wie ich.

DSC_0010Im Auto herrscht meistens Stille da man sich noch letzte Infos zu Gemüte führt und einen letzten Schliff an die Vorbereitung setzt. Diese Gewohnheit jedoch, dass während dem Autofahren nur selten geredet wird, wurde schnell gebrochen und so hatte ich die Gelegenheit mich eben genau mit diesem „normalen Menschen“ zu unterhalten, der eigentlich gar kein so „normales“ Leben führt. Die anfängliche Angst der peinlichen Stille war schnell überwunden und so wurde über das Studieren, Hobbies und politisches Engagement gesprochen. Ehrgeiz sei wichtig im Leben, denn nur damit wird man später erfolgreich sein, jedoch dürfe er nicht krankhaft werden. Ein wie ich finde, sehr wegweisender Satz, den ich mir aus dem Gespräch mit dem ÖVP Spitzenkandidaten mitnehmen konnte. Als schlussendlich mein Hobby – das Tanzen – zur Sprache kam wurde geschmunzelt und festgestellt:“ Nein also ich bin echt kein Tänzer!“ Wobei ich mir da am Ende des Tages gar nicht mehr so sicher war und das, obwohl ich Herrn Schützenhöfer noch nie tanzend erleben durfte! Das Leben ist nämlich wie ein Tanz. Wendig sollte man sein, anpassungsfähig und flexibel. Sich schnell auf Veränderung einstellen können und diese – wenn nötig – auch selbst herbeiführen. Offenheit ist gleich essenziell wie Ehrgeiz und der strikte Wille das Beste zu geben. Und schließlich eben auch Mut! Der Mut, auf seine Individualität zu vertrauen und seine Charakterzüge nicht zu verstecken sondern gekonnt einzusetzen und sie als Trumpf im Ärmel zu wissen. Betrachte ich es also sinnbildlich und resümiere den gestrigen Tag, den ich mit Ihnen, sehr geehrter Herr Schützenhöfer, verbringen durfte, dann kann ich mit gutem Gewissen sagen: In Ihnen steckt mehr Tänzer als Sie sich vielleicht bewusst sind!

Das Leben bietet einem viele Möglichkeiten und Chancen, man muss nur mutig genug sein um sie zu ergreifen. Nur bringt es leider wenig ausschließlich über den Mut unsrer Politiker zu philosophieren, am Ende des Tages müssen die Steirerinnen und Steirer reagieren! Am 31.Mai bietet sich uns allen nämlich genau so eine Möglichkeit – die Chance etwas zu verändern! Denn das wohl wichtigste, was ich mir von dem gesamten Tag mitnehmen konnte ist: In einer Demokratie zu leben bedeutet Verantwortung! Eine Verantwortung die nicht den Parteien obliegt, sondern der Bevölkerung! Und so bleibt nur zu sagen: Geh wählen!