Kranzniederlegung im Gedenken an Friedrich Niederl

Anlässlich des ersten Todestages erfolgte heute, Mittwoch, eine Kranzniederlegung der Steirischen Volkspartei an der Grabstätte von Landeshauptmann a. D. Dr. Friedrich Niederl auf dem Friedhof Mauer in Wien.

Daran nahmen Landesparteiobmann Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhöfer, Landtagspräsident Franz Majcen, Klubobmann LAbg. Mag. Christopher Drexler, Landesgeschäftsführer LAbg. Mag. Bernhard Rinner und weitere ehemalige politische Weggefährten teil. Seitens der Familie gedachten Witwe Dr. Hermine Niederl und enge Familienangehörige. „Er war der Landeshauptmann der Herzen, mit dem wir als Volkspartei die höchste Zustimmung bei Landtagswahlen seit 1945 erzielt haben. Er bleibt uns unvergessen“, so Schützenhöfer.

© STVP/Kowatsch

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Friedrich Niederl (* 15. Juli 1920 in Treglwang, Steiermark; † 19. Dezember 2012 in Wien) wurde in der Obersteiermark als unehelicher Sohn einer Landarbeiterin geboren. Bereits in frühester Kindheit siedelte seine Mutter mit ihm in das Gemeindegebiet von Lassing über, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Nach einer Landarbeitertätigkeit in seinem Heimatbezirk Liezen zog er 1936 nach Graz und besuchte die Abendschule der Grazer Handelsakademie. 1940 wurde er in den Kriegsdienst eingezogen, geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde 1945 aus dieser entlassen. 1948 bis 1951 absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Grazer Karl-Franzens-Universität.

Nach regionaler politischer wie beruflicher Tätigkeit in Liezen wurde Niederl 1960 Bezirkshauptmann von Feldbach. 1965 wurde er dann unter der Regierung Josef Krainer senior zum Landesrat (Agrar- und Wohnbauressort) bestellt. Am 10. Dezember 1971 – nach dem plötzlichen Tod Krainers – wurde er vom Steiermärkischen Landtag zum vierten steirischen Landeshauptmann der Zweiten Republik gewählt. Als Spitzenkandidat der Steirischen Volkspartei trat er in Folge bei zwei Landtagswahlen (1974 und 1978) an; beide Male konnte die Volkspartei die absolute Mehrheit erringen. 1980 trat Niederl als Landeshauptmann zurück und wurde Obmann der Raiffeisen Zentralkasse Steiermark. Als Landeshauptmann folgte ihm Josef Krainer junior – der Sohn seines Vorgängers.