Forschung bringt Fortschritt

Heimo HalbrainerRudolf Zechner und Ellen Heitzer wurden heute mit den Forschungspreisen des Landes von Wissenschaftslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder ausgezeichnet. Der Erzherzog-Johann-Preis, der Forschungspreis und der Förderungspreis des Landes Steiermark, die mit je € 10.900 dotiert sind, werden alljährlich in der Grazer Burg verliehen.
Landesrätin Edlinger-Ploder: „Die traditionelle Verleihung der Forschungspreise am Ende des Jahres sind sichtbare Zeichen außergewöhnlicher Menschen und ihrer Leistungen. Sie zeigen in ihrer Zeitreihe eindrucksvoll die Breite und Stärke des steirischen Wissenschaftsraums, der auch eine Steigerung der Forschungsquote, die nunmehr mit 4,6 Prozent ausgewiesen ist, verzeichnen konnte. Das ist Lob und
Auftrag zugleich. Getreu dem Motto: ‚FORSCH VORAUS‘ gratuliere ich allen PreisträgerInnen.“
Kristina Edlinger-Ploder, Rudolf Zechner, Ellen Heitzer, Heimo Halbrainer © Heimo Ruschitz

Kristina Edlinger-Ploder, Rudolf Zechner, Ellen Heitzer, Heimo Halbrainer
© Heimo Ruschitz

Der Erzherzog-Johann-Forschungspreis ging an den gebürtigen Knittelfelder Heimo Halbrainer(Uni Graz/Institut für Geschichte) der seine Arbeit der „Eisenstraße 1938-1945. NS-Terror-Widerstand-Neues Erinnern. Archiv der Namen. Ein papierenes Denkmal der NS-Opfer aus dem Bezirk Leoben.“ widmet und darin den Widerstand gegen den Nationalsozialismus entlang der Eisentraße dokumentiert.

Den Forschungspreis des Landes erhielt Rudolf Zechner und sein Forschungsteam (Uni Graz/Molekulare Biowissenschaften). In der ausgezeichneten Arbeit konnte die Gruppe des Preisträgers die Funktion des Proteins Adiponutrin aufklären und zeigen, dass eine Variante dieses Proteins vermehrt zu Leberverfettung führen kann. Mit diesen – bereits international beachteten – Erkenntnissen wird der Mechanismus der Leberverfettung verständlich gemacht.
Ellen Heitzer (Medizinische Universität Graz/Humangenetik), gebürtige Bruckerin, erhielt den Förderpreis des Landes für ihre eingereichte Arbeit, die sich mit der modernen Krebsforschung beschäftigt. Die von der Preisträgerin etablierte „Plasma-Seq“ Methode ermöglicht eine genetische Charakterisierung von Tumoren zu unterschiedlichen Zeitpunkten und führt zu einer besseren Risikoabschätzung und einer wirksameren Medikamentenauswahl. Bisher wurden solche Analysen nur durch Gewebeentnahmen (belastende und schmerzhafte Untersuchung) vorgenommen, die außerdem nur eine Momentaufnahme des Tumors darstellte.