OECD-Statistik gibt der Steiermark Recht

Am 21.11.2013 wurde von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Statistik „Gesundheit auf einen Blick 2013“ veröffentlicht. Die darin enthaltenen Zahlen bestätigen den Weg, den die Steiermark schon 2011 mit dem „Regionalen Strukturplan Gesundheit Steiermark 2020“ (RSG) eingeschlagen hat. Im Oktober 2013 folgte mit dem Beschluss des Landeszielsteuerungsvertrages der nächste Schritt in die richtige Richtung.

KEP

LR Mag. Kristina Edlinger-Ploder

Die Präsentation der OECD-Daten liest sich in diesem Zusammenhang in der Kurzfassung wie folgt: viele Krankenhausbetten, viele Ärzte, viele Medizin-Absolventen – Gesundheitsausgaben überdurchschnittlich und bei den Krankenhausbehandlungen liegt Österreich im Verhältnis zu seinen Einwohnern überhaupt an der Spitze. Mit 7,65 Spitalsbetten pro 1.000 Einwohner (OECD-Schnitt: 4,96 / 1.000) liegt Österreich ebenso auf Platz fünf wie bei den Gesundheitsausgaben mit 4.546 US-Dollar pro Kopf (OECD-Schnitt: 3.322 US-Dollar). Auch der Anteil an Akutbetten ist nach wie vor hoch. Absoluter Spitzenreiter ist Österreich bei den Spitalsaufenthalten (statistisch erfasst als „Spitalsentlassungen“): Mit 273 pro 1.000 Einwohner liegt Österreich hier mit deutlichem Abstand vor dem Zweitplatzierten (Deutschland 244). Der OECD-Schnitt liegt hier bei 156.

Im Bericht wird auch angeführt, dass z.B. bei chronischen Krankheiten wie Asthma, Diabetes oder der Lungenkrankheit COPD eine entsprechende Primärversorgung dazu führen kann, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, was wiederum nicht nur Kosten spart, sondern oft auch von den Patientinnen und Patienten bevorzugt wird. Unter dem Aspekt künftig eine möglichst sichere, bedarfsorientierte und qualitätsvolle medizinisch-pflegerische Versorgung für die steirischen Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, wurden mit dem RSG seit 2011 richtungsweisende Veränderungsprojekte in Gang gesetzt. Die Beschlussfassung des Landeszielsteuerungsvertrages zwischen der Gebietskrankenkasse und dem Land Steiermark im Oktober 2013 war der nächste passende Schritt, um das Gesundheitssystem zukunftsfit zu machen.

Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder sieht sich in den gesetzten Maßnahmen bestätigt: „Die OECD-Statistik zeigt, dass wir in der Steiermark mit einer maßvollen und zukunftsorientierten Planung bereits 2011 den richtigen Weg hin zu einer leistbaren und effektiven Gesundheitsversorgung eingeschlagen haben. Diesen Weg gilt es nun mit zusätzlichen Ideen und Aktivitäten vor allem auch im Hinblick auf eine gute Primärversorgung gemeinsam konsequent weiter zu gehen!“, hofft Edlinger-Ploder auf die tatkräftige Mithilfe aller für das Gesundheitssystem verantwortlicher Personen und Institutionen.