„Jung und Alt“ unter einem Dach – Generationenhaus in Stattegg bekam Besuch von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer

Hermann Schützenhöfer mit den Kindern der Krippe im Garten (© Scheriau)

Da strahlten die Augen der Bewohner, egal, ob sie zwei Jahre alt waren oder 90 plus! Gestern Dienstag stattete Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer dem „Generationenhaus“ in der Gemeinde Stattegg einen Besuch ab. Der steirische Landeschef ließ sich dabei in Anwesenheit von ÖVP-Bürgermeister Karl Zimmermann und ÖVP-Vizebürgermeister Richard Kohlbacher durch die Wohnanlage führen und lauschte den Erzählungen der Senioren, die ihm auch eine köstliche Fastensuppe servierten. Die Kinder begrüßten den Landeshauptmann, der seit einem Jahr selbst stolzer Opa ist, mit einer kleinen Gesangseinlage und zeigten ihm ihr „Paradies“, den Spielplatz.

Im Generationenhaus in Stattegg ist eine Kinderkrippe für knapp 30 Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren untergebracht, weiters ist Platz für 16 Senioren im „Betreuten Wohnen“. Außerdem befinden sich im Haus drei „Startwohnungen“ für 18- bis 26-Jährige, ein Gemeinschaftsraum und eine Zahnarztpraxis. Drei Generationen leben sozusagen unter einem Dach – ein Modell, das Zukunft hat, wie der Landeshauptmann betont: „Wir haben in der Steiermark einige Projekte dieser Art umgesetzt und werden solche auch weiterhin fördern. Wenn man sieht, wie gut das in Stattegg funktioniert und wenn man hört, wie gut auch andere derartige Einrichtungen – etwa in Graz – angenommen werden, dann kann man das nur unterstützen.“ Früher war es gang und gäbe, dass mehrere Generationen unter einem Dach gelebt haben. Diese Form des familiären Zusammenlebens findet sich heute nur noch selten. Damit verbunden ist auch oftmals das fehlende Verständnis für die Anliegen der anderen Generationen. Dieses Verständnis ist aber wichtig für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. „Es ist schön, wenn man das Miteinander erlebt, das es in diesem Haus gibt. Da wird gemeinsam gelacht, gebastelt, gesungen und gefeiert“, so Schützenhöfer, „Generationen-Wohnen kann kein Ersatz für die Familie sein, aber es ist eine tolle Ergänzung, die es wert ist, weiterentwickelt zu werden.“ Der Landeshauptmann will daher solche Projekte verstärkt durch Wohnbauförderung bzw. Bedarfszuweisungsmittel für die Gemeinden forcieren.

Richard Kohlbacher, Karl Zimmermann und Hermann Schützenhöfer mit den Senioren (© Scheriau)

Bürgermeister Zimmermann wies dabei auch auf die Bedeutung der Lebensqualität in seiner Gemeinde hin. Stattegg ist und soll eine der „familienfreundlichsten Gemeinden“ der Steiermark bleiben. „Liebenswert und lebenswert – unser Stattegg. Nicht umsonst ist das unser Slogan. Wir wollen auch in Zukunft die Lebensqualität in den Fokus rücken und eine sogenannte Wohnsitzgemeinde sein. Daher legen wir auch besonderen Wert auf Nahversorger, Kinder- und Altenbetreuung und achten ganz genau, dass die Einwohnerentwicklung nicht extrem rasant in die Höhe geht.“ 25 bis 30 neue Hauptwohnsitze pro Jahr werden angenommen, vor allem immer mehr junge Familien sehen ihre Zukunft in der knapp 3000 Einwohner großen Gemeinde Stattegg.