Startschuss für das zweite Kindergartenjahr und den Ausbau der Sprachförderung

Mittlerweile hat österreichweit jedes 4. Kind in einer Kinderbetreuungseinrichtung eine nicht-deutsche Muttersprache. Gleichzeitig ist das Beherrschen der deutschen Sprache der Schlüssel zur gelungenen Integration. Durch die Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres für die, die es brauchen und eine intensive Sprachförderung wollen wir allen Kindern einen guten Einstieg in eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglichen und die Integration nachhaltig vorantreiben.

Hintergrund:
Frühe Förderung im Kindergarten ist die beste Voraussetzung für Erfolg in der Bildung, im Beruf und vor allem in der Integration. Investitionen in diesem Bereich haben einen vielfachen Mehrwert! Sie bringen mehr als spätere, teure „Reparaturmaßnahmen“. Deswegen setzen das Familien- und das Integrationsministerium nun bei der frühen Förderung von Kindern einen Schwerpunkt. 3 Maßnahmen werden nun umgesetzt. 

Fahrplan und Maßnahmen von Familienministerium und Integrationsministerium:

  • Verlängerung der Bund-Länder Vereinbarung zur Sprachförderung im Kindergarten: Zwischen 2012 und 2014 investieren das Integrationsministerium und die Länder gemeinsam 30 Millionen Euro in die zusätzliche Sprachförderung im Kindergarten. Diese gezielte Förderung soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden.
  • Sprachstandsfeststellung und Sprachförderung: Der Förderbedarf soll im Rahmen einer Sprachstandsfeststellung erhoben werden. Auf deren Basis sollen mit Expertinnen und Experten abgestimmte Maßnahmen zur weiteren Sprachförderung umgesetzt werden.
  • Verlängerung der Bund-Länder Vereinbarung zur Sprachförderung im Kindergarten: Zwischen 2012 und 2014 investieren das Integrationsministerium und die Länder gemeinsam 30 Millionen Euro in die zusätzliche Sprachförderung im Kindergarten. Diese gezielte Förderung soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden.

Arbeitsgruppe eingerichtet:
Das Familienministerium und das Integrationsministerium haben nun eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet um die Umsetzung dieser Vorhaben vorzubereiten. Die inhaltlichen und rechtlichen Eckpunkte der Maßnahmen sollen gemeinsam erarbeitet werden. Ab 2015 werden diese schrittweise umgesetzt bzw. eingeführt. Im Rahmen des Regierungsprogramms sind für den Ausbau der Kinderbetreuung insgesamt 350 Millionen Euro vorgesehen.

Länder und Gemeinden als Partner:
Länder und Gemeinden sind bei der Realisierung dieser Vorhaben wichtige Partner. Das Familienministerium und das Integrationsministerium werden nun gemeinsam in Gespräche mit den Ländern und Gemeinden eintreten. Regionale Gegebenheit und Notwendigkeiten werden dabei entsprechend berücksichtigt.