Die Partei der Quer-, Vor- und Nachdenker

Nach mehrjähriger intensiver Denk- und Diskussionsarbeit in 14 Arbeitskreisen  – initiiert von LH Josef Krainer sen. – wurde im Jahre 1972 unter LH Dr. Friedrich Niederl das erste „Modell Steiermark“ als umfassendes politisches Langzeitprogramm für die 70er Jahre der Öffentlichkeit präsentiert. 1976 gab es einen ersten Rechenschaftsbericht, in dem dargelegt wurde, was erreicht worden war.

Im Herbst 1979 gaben LH Dr. Friedrich Niederl und der gf. Landesparteiobmann Dr. Josef Krainer jun. den Startschuss zu einer großen „Modell Steiermark“-Initiative für die 80er Jahre. Über ein Jahr lang haben sich mehr als 400 nachdenkliche und einfallsreiche Steirerinnen und Steirer in 21 Arbeitskreisen mit allen wichtigen Themen in intensiven Diskussionen und Gesprächen beschäftigt.  Die Berichte wurden zu einem Diskussionsentwurf zusammengefasst, der im Laufe eines weiteren Jahres im ganzen Land diskutiert wurde. Der Endbericht wurde im Herbst 1981 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach einigen Vorberatungen ist mit der Einsetzung von fünf Schwerpunktgruppen im Herbst 1988 das dritte Modell Steiermark unter LH Dr. Josef Krainer jun. gestartet. 1989 lag der erste Bericht der Arbeitskreise vor.  Am Ende dieses Willensbildungsprozesses in allen Teilen und Gruppen der Steiermark stand das umfassende „Modell Steiermark“ für die 90er Jahre.

Unter dem Titel „Aktion Vision“ wurde im November 1996 unter LH Waltraud Klasnic das Modell Steiermark als Zukunftsplattform und Denkwerkstätte neu gestartet. In zahlreichen Arbeitskreisen, bei Symposien, Kongressen und einer Vielzahl von Diskussionsveranstaltungen wurde über drei Jahre an einem umfangreichen Zukunftsprogramm gearbeitet.

Im März 2007 wurde von LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und seinem Landesgeschäftsführer Mag. Bernhard Rinner mit dem „Modell:Zukunft:Steiermark“ eine Neuauflage dieser traditionellen steirischen Denkwerkstatt initiiert. Der Dialogprozess wurde u.a. im Grazer Kunsthaus durchgeführt, wo in 8 Großveranstaltungen vor allem die „Basisthemen“ diskutiert wurden. Namhafte Experten aus dem In- und Ausland gaben Denkimpulse, die oft in politischen Forderungen mündeten. Neben diesem „Diskussions-Großformat“ fand bis 2013 im Haus der Landesparteileitung am Karmeliterplatz 6  der sogenannte „DiensTalk“ statt. In 83 Gesprächsrunden gaben 281 Fachleute ihre Statements ab, die jeweils aus den aktuellen und brisanten Tagesthemen resultierten und von den Steirerinnen und Steirern vor Ort kritisch hinterfragt und weiterentwickelt wurden. Sämtliche Veranstaltungen sind in Jahres-Publikationen dokumentiert.

Seit Herbst 2014 wird dieser Programmprozess unter Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg u. a. mit den DiensTalk-Veranstaltungen auf dem Karmeliterplatz fortgesetzt. Ein wesentliches Ziel dieser Diskussionen ist die Auseinandersetzung mit kontroversiellen Standpunkten, auch mit parteifremden und vom Mainstream abweichenden Meinungen. Um den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen zu sein, muss organisierte Denkarbeit geleistet werden. Wir tun dies, und wir tun es mit Freude. Und die Steirerinnen und Steirer diskutieren mit. Überblick und Infos auf www.dienstalk.at

 

Wissenschaftl. Koordinator Modell Steiermark

Univ.-Prof. Dr. Manfred Prisching und Univ.-Prof. DDr. Michael Steiner

 

Geschäftsführer Modell Steiermark

70er Jahre: Mag. Wolfgang Pumpernig
80er Jahre: Dr. Gerhard Hirschmann
90er Jahre: Mag. Christopher Drexler

 

Vorsitzender im Dialogbeirat des  Modell:Zukunft:Steiermark (ab 2007)

Univ.-Prof. Dr. Manfred Prisching

 

Referent Modell:Zukunft:Steiermark

2007: Mag. Gerald Wadl
2007-2012: Dr. Isabella Poier
2012-2019: Mag. Daniela Orthaber
seit 2019: Mag. Heri Hahn

 


 

Das Josef-Krainer-Haus

 

Eine große Rolle in der Historie der Steirischen Volkspartei nimmt auch das Josef-Krainer-Haus ein, das nach Josef Krainer senior benannt wurde. Im Jahr 1971 wurde am Pfeifferhofweg in Graz-Andritz eine Liegenschaft erworben. Zelle des neuen Hauses war ein altes, unvollendetes mit geborstenen Gartenmauern, aber mit einer weithin sichtbaren, mächtigen Kastanie. Noch unter Landeshauptmann Josef Krainer senior fällt die Entscheidung, das „Unvollendete“ zunächst so zu vollenden, dass man darin Kurse veranstalten, wohnen und vor allem auch essen und trinken kann. Bereits 1972 wurde das Bildungshaus eröffnet, es galt, allen Teilnehmern von Schulungen und Seminaren jene Grundbildung zu vermitteln, die den Frauen und Männern im öffentlichen Leben zu mehr politischer Entscheidungsfähigkeit verhilft. 1976 gaben LH Friedrich Niederl und Landesparteiobmann Josef Krainer den Startschuss für den Erweiterungsbau, der letztendlich 1980 fertig gestellt war.

Zehntausende Personen haben in Tausenden Seminaren und Veranstaltungen das Bildungszentrum besucht. Weit über die Steiermark hinaus war das Josef-Krainer-Haus ein Begriff: ein Zentrum für eine zugleich sensible und zupackende politische Bildungsarbeit, die nicht nur schulte, sondern auch Themen der Zukunft aufspürte, um für das Kommende gewappnet zu sein. Im Jahre 2000 verkaufte die Steirische Volkspartei das Josef-Krainer-Haus an den Kompetenz Verlag.


politicum

 

Zur Steirischen Volkspartei gehört auch das sogenannte Politicum. Dieses versteht sich als Zeitschrift, die die offene Diskussion pflegt. Zahlreiche, namhafte nationale und internationale Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen und politischen Couleurs haben zu den verschiedensten aktuellen Themen Stellung bezogen. Zu Politik, Wirtschaft, Geschichte, Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur, Staats- und Demokratiereform u. v. m.

Die Liste der Themen sowie die Liste der über 1.800 Autorinnen und Autoren ist eine eindrucksvolle, bunte Vielfalt und ein kleines „Who is who“ der Steiermark, aber auch Österreichs. Das politicum wurde im Jänner 1980 zum ersten Mal präsentiert, seit damals erschienen 121 Ausgaben.

HIER geht’s zu allen Ausgaben


Steirisches Jahrbuch für Politik

 

Seit 2000 erscheint das Steirische Jahrbuch für Politik, das sich als Standardwerk der Dokumentation und Analyse des steirischen Zeitgeschehens, eingebettet in den größeren österreichischen, europäischen und internationalen Zusammenhang, etablieren konnte. Die Herausgeberinnen und Herausgeber legen großen Wert darauf, dass mit dem Steirischen Jahrbuch für Politik eine umfassende und pluralistische Darstellung der wesentlichen Entwicklungen der Politik und Gesellschaft in der Steiermark geboten werden kann, wobei die Kombination von authentischen Darlegungen und zeitnahen, kontextbezogenen Kommentierungen einen vertieften Einblick ermöglichen soll.

Erhältlich ist das Buch im Böhlau Verlag und in allen gut sortierten Buchhandlungen.

Bei der Präsentation des Jahrbuches im Jahr 2018 konnte LH Hermann Schützenhöfer Bundespräsident Alexander van der Bellen begrüßen. © Foto Fischer