Eine Tour durch den Bezirk Murau – die erfolgreiche Suche nach den hellsten Köpfen

In jedem steckt ein Talent, vor allem in den Steirerinnen und Steirern! Zu Beginn des Jahres hat die Steirische Volkspartei das Motto „Unsere Steiermark – das Land der Talente“ ausgerufen. Im Oktober startete nun die „Land der Talente“-Tour durch zwölf steirische Bezirke. Ziel ist es, talentierte Steirerinnen und Steirer vor den Vorhang zu holen und ihre großartige Arbeit zu würdigen. Im Bezirk Murau wurden fünf Unternehmen sowie ein steirischer Lehrlingschampion besucht.

Wenn der „Land der Talente“-Bus auf den Straßen der Steiermark unterwegs ist, weiß man, hier in der Region sind Talente zu Hause. Neben den Bürgermeistern der angesteuerten Gemeinden nahm sich auch die 2. Landtagspräsidentin Manuela Khom Zeit, um hinter die Kulissen der Betriebe zu blicken und sich die tollen Leistungen vor Ort anzusehen.

Erster Stopp war Neumarkt, wo Austria Inox, die einzige Truck Styling Werkstätte des gesamten Landes, angesiedelt ist. Das Team rund um Inhaber Hermann Mösslacher gibt Lastkraftwägen das perfekte Feintuning und gestaltet die Fahrzeuge genau nach den Vorstellungen ihrer Kunden. Dank der einzigartigen Arbeit bekommen sie Aufträge aus halb Europa, hauptsächlich aber aus Holland, Deutschland und Slowenien. „Für uns ist es völlig egal, wo wir unseren Standort haben. Mithilfe des Internets kommen die Kunden zu uns“, erklärt Mösslacher, dass die Region Murau keinen Nachteil im Standortvergleich bietet.

Das gleiche gilt für das Handwerk von Angelika Fritz. Ihr Keramikatelier in Teufenbach-Katsch ist viel mehr als eine normale Manufaktur. Ein offener Raum für Begegnung und Schaffensfreude. Besonders beliebt sind Kurse. „Ich möchte Menschen jeden Alters und jeder sozialer Schicht einladen, mit Keramik in Berührung zu kommen. Die erdige Arbeit regt den kreativen Prozess an“, so Fritz. Ihre eigenen Werke sind speziell in der Gastronomie sehr gefragt, da die handgefertigten Teller und Schalen Unikate sind. „Über meine Social Media-Kanäle kann ich mein Handwerk perfekt verbreiten. Somit kann ich hier in unserer wunderbaren Region leben und gleichzeitig meiner Leidenschaft nachgehen“, sieht auch sie keine Nachteile für ihr Unternehmen in Teufenbach-Katsch.

Italienflair geht auch auf über 1000 Meter Höhe, mit Zirbenstube und heller Terrasse. Carpaccio di Tonno, geschmorte Tintenfische, Brot und Pasta aus dem Holzofen – alles hausgemacht. Das Ristorante da Silvano in St. Georgen ob Murau bietet südliche Kulinarik mit einzigartigem Panoramablick auf die heimischen Berge. Inhaberin Laura Muth führt den Betrieb in zweiter Generation gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Roland Spreitzer. Das altehrwürdige Haus wurde 1449 errichtet und von Lauras Eltern zum Gasthof umfunktioniert. In naher Zukunft soll es eine Runderneuerung geben und zudem ausgebaut werden. „Wir bieten italienische Spezialitäten aus besten heimischen und friaulischen Produkten. Jedes Gericht erzählt bei uns eine Geschichte, die wir dem Gast vermitteln möchten“, so Muth.

Nicht weniger bemerkenswert ist das Unternehmen CNC Merl Fertigungstechnik in NiederwölzHubert Merl sen. hat den Betrieb 2007 in Fohnsdorf gegründet. Im Jahr 2015 erfolgte die Übersiedlung in die größtenteils in Eigenregie errichtete Produktionshalle in Niederwölz. Seit 2016 wird das Unternehmen durch Hubert jun. und Christian Merl weitergeführt. Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen die Prototypen- und Kleinserienfertigung von anspruchsvollen CNC-Präzisionsteilen für verschiedenste Branchen. Damit diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft weitergeschrieben werden kann, braucht es fähige Mitarbeiter: „Es ist bei uns nicht ganz einfach Facharbeiter zu finden. Hier sehe ich die Politik gefordert und hoffe auf Unterstützung“, so Merl.

Die Region Murau steht nicht still, das beweist der Betrieb von Johann Sunitsch und seiner Gattin Daniela. Der Eichmann Landmaschinenhandel in Oberwölz bietet für 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei Lehrlinge einen Arbeitsplatz. Einer dieser Lehrlinge ist Josef Priller, der sich steiermarkweit gegen viele weitere junge Talente durchsetzen konnte und zum Landesmeister gekürt wurde. Um auch in Zukunft einen konkurrenzfähigen Betrieb führen zu können, wird Sunitsch das Firmengelände um eine weitere Halle erweitern. „Auch wenn es nicht einfach ist, muss man investieren, um für die kommenden Zeiten gerüstet zu sein“, so der Geschäftsführer.

++ Zu den Fotos und zum Video der Tour.++