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Pflege: Land gleicht Kollektivvertragserhöhungen aus
Pflegelandesrätin Kristina Edlinger-Ploder präsentierte den Pflegeeinrichtungen einen neuen Vorschlag, jene Kosten, die aus der Erhöhung aus den Kollektivvertragsverhandlungen entstanden sind, auszugleichen. Insgesamt wird das Land für das restliche Halbjahr im Bereich der Pflege 3,25 Millionen Euro zusätzlich aufwenden. Auch in der Behindertenhilfe und Jugendwohlfahrt 2012 soll es eine Erhöhung geben.

Von Universitätsprofessor und Wirtschaftsprüfer Romuald Bertl habe man das Normkostenmodell der Pflege durchleuchten lassen, in den Bereichen Behindertengesetz und Jugendwohlfahrt wird die Vollerhebung über die Kosten der Träger und Leistungsarten im Herbst vorliegen. Dennoch ließen sich aus den bisher erhobenen Daten für den Pflegebereich bereits Schlüsse ziehen. „Einerseits zeigt sich, dass der tragfähige Kompromiss, den wir im Vorjahr erzielen konnten, und zu dem wir weiterhin stehen, zwar bislang kostendeckend war, doch 2012 kippt das und die Kostendeckung ist nicht mehr sicherzustellen", erklärt Edlinger-Ploder. „Andererseits konnte die Gewerkschaft bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um vier Prozent erzielen", ergänzt Soziallandesrat Schrittwieser. „Damit haben sich die Rahmenbedingungen für die Trägervereine maßgeblich verändert, was zum Zeitpunkt des erzielten Kompromisses 2011 noch nicht absehbar war." Darum wurden nun erneut Verhandlungen aufgenommen, damit es zu keinen negativen Auswirkungen auf die Mitarbeiter kommt. „Denn die Pflegequalität wird von den Menschen bestimmt", so Edlinger-Ploder.
Zusätzlich zu diesen Maßnahmen soll das Normkostenmodell 2013 neu aufgestellt und künftig alle fünf Jahre evaluiert werden. „Wir wollen mit diesem Vorschlag eine gute Lösung präsentieren, die vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Klienten zu Gute kommen soll", so die beiden Landesräte.






