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Chancengerechtigkeit statt Chancengleichheit
Generationenwechsel in der ÖVP-Frauenbewegung: Am 8. Mai wird Wissenschafts- und Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder die Nachfolge von Walburga Beutl als Landesleiterin der ÖVP-Frauenbewegung antreten. Dies hat ÖVP-Landesparteiobmann Hermann Schützenhöfer heute im Beisein von Edlinger-Ploder und Landtagspräsidentin Walburga Beutl bekannt gegeben.
2. Landtagspräsidentin Walburga Beutl hatte das Amt der Landesleiterin insgesamt 20 Jahre inne.
Damit ist nach dem Wirtschaftsbund (Christian Buchmann) die Frauenbewegung die zweite von sechs ÖVP-Teilorganisationen, die von einem Landesregierungsmitglied geführt wird.
Schützenhöfer bezeichnete die Nachfolgeregelung als generell Stärkung für die Beteiligung der Frauen an der Politik und als Generationensprung. Mit Hella Ranner als EU-Abgeordnete und Beatrix Karl als Ministerin und zweites steirisches Regierungsmitglied habe er für eine Stärkung der Frauenpräsenz ohne Quote gesorgt. Auch im Nationalrat habe er nach erfolgter Nationalratswahl entgegen der parteiinternen Nominierungsergebnisse drei Frauen durchgesetzt.
Nicht mehr akzeptabel allerdings sei die Frauenpräsenz im Landtag: drei von 24 ÖVP-Sitzen – „das geht gar nicht“, meinte Schützenhöfer als klare Botschaft an die Verantwortlichen in den Bezirken für die Nominierungsparteitage vor der Landtagswahl.
Kristina Edlinger-Ploder präsentierte sich offensiv und wie gewohnt sachlich fundiert: Ihr gehe es nicht um Chancengleichheit sondern um Chancengerechtigkeit. Obwohl sie Quotenregelungen ablehne, denke sie alle Jahre wieder einmal darüber nach. Wenn man eine stärkere Frauenbeteiligung in Führungspositionen so nicht erreiche, könnte sie sich vielleicht auch das vorstellen. Sie wolle nicht, „dass Frauen und Männer gleich sind, das ist eben nicht so. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass Frauen und Männer gleiche Chancen haben, etwa beim Einkommen oder bei der Möglichkeit, berufstätig zu sein“, meinte Edlinger-Ploder.
Als Herausforderung betrachtet es die urbane 38jährige und zweifache Mutter, den Bogen zu den Frauen am Lande und zur älteren Generation innerhalb der Frauenbewegung zu spannen. Dass sie in der Landesregierung Sitz und Stimme habe, beurteilt Edlinger-Ploder als Stärkung, um die Frauenanliegen besser durchsetzen zu können.


















































