Runder Geburtstag von Beatrix Karl

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer gratuliert Beatrix Karl im Rahmen einer kleinen Feier zu ihrem 50. Geburtstag – Aus Anlass des 50. Geburtstages der ehemaligen Ministerin Beatrix Karl lud der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sie und einen kleinen Kreis von Freunden und Wegbegleitern am Samstag, 9.12.2017, zu einem Mittagessen in sein Büro in der Grazer Burg.

Foto © STVP/Foto Fischer

Beatrix Karl, die sich als profunde Arbeitsrechts-, Sozial- und Europarechtsprofessorin an der Uni Graz einen Namen gemacht hat, war 11 Jahre lang in unterschiedlichen Funktionen in der Bundespolitik aktiv. Bei all ihren Tätigkeiten, etwa als Generalsekretärin des ÖAAB, sowie als Wissenschafts- und später als Justizministerin hat Beatrix Karl nie auf ihre Heimat, die Steiermark, vergessen. Diesen Umstand würdigte Schützenhöfer auch in seiner Ansprache:  „Beatrix Karl ist eine stolze Steirerin und eine engagierte Persönlichkeit, die stets das Wohl der Bürger in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt hat.“ In ihrer Zeit als Ministerin hat Karl viele Initiativen gestartet, um das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz zu stärken, dazu zählen etwa die Gründung der  Korruptionsstaatsanwaltschaft sowie die Modernisierung des Strafrechts mit der Verdoppelung der Mindeststrafe bei Vergewaltigung. „Beatrix Karl ist eine harte Arbeiterin, die vor allem auch für ihre Ehrlichkeit von allen geschätzt wird. Ich danke ihr für ihr Engagement zum Wohle der Steiermark“, so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

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Beispielhaft seien hier noch einige der politischen Anliegen von Beatrix Karl angeführt:

  • Hauptaugenmerk von Beatrix Karl im Justizressort war es das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz zu stärken (bzw. nach den Debatten um große Wirtschaftsstrafverfahren/Korruptionsverfahren wiederherzustellen).
  • So wurde in ihrer Amtszeit die Korruptionsstaatsanwaltschaft (WIRTSCHAFTS- UND KORRUPTIONSSTAATSANWALTSCHAFT) gegründet und ein Ausbildungslehrgang „Wirtschaftskriminalität und Recht“ für Richter und Staatsanwälte ins Leben gerufen um komplexe Wirtschaftsverfahren – mit starken internationalen Bezug – besser abwickeln zu können.
  • Um dem Gefühl in der Bevölkerung entgegenzuwirken, dass Vergehen gegen Leib und Leben (wie Sexualverbrechen) milder bestraft werden als Wirtschaftsverbrechen modernisierte Karl das Strafrecht und Verdoppelte etwa die Mindeststrafe bei Vergewaltigung.
  • Überhaupt startete sie den größten Reformprozess des Strafrechts seit dessen Beschlussfassung 1975 mit dem Ziel ein Strafgesetzbuch des 21. Jahrhunderts zu schaffen. U.a. mit neuen Tatbeständen zur Internetkriminalität

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