Ein Teppich für die Völkerverständigung

Barbara Eibinger-Miedl, ÖVP-Klubobfrau und Vorsitzende des Ausschusses für Europa und Außenbeziehungen, konnte sich in dieser Woche über eine besondere Besuchergruppe im Grazer Landhaus freuen. In Vertretung von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer empfing sie eine Gruppe von Wissenschaftlern aus dem fernen Japan. Anlass für den Forschungsbesuch der Japaner in Graz ist ein mehr als 250 Jahre alter Wandteppich, der sich als Wanddekoration im Japanischen Kabinett von Schloss Eggenberg befindet und bereits seit 2007 im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Kansai Universität, der Universität zu Köln und des Universalmuseum Joanneums näher erforscht wird.

ÖVP-Klubobfrau Barbara Eibinger-Miedl und Professor Harushige Kusumi, Rektor der Kansai University

ÖVP-Klubobfrau Barbara Eibinger-Miedl und Professor Harushige Kusumi, Rektor der Kansai University

Wandteppich als wissenschaftliche Sensation
Der Wandteppich, der die japanische Stadt Osaka im 17. Jahrhundert zeigt und 250 Jahre unerkannt als Wanddekoration im Japanischen Kabinett von Schloss Eggenberg überlebt hat, sorgt mittlerweile in Japan für Furore, da seine Wiederentdeckung als wissenschaftliche Sensation gilt.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Beziehungen zwischen der Steiermark und Japan mittlerweile über ein punktuelles Forschungsprojekt hinausgehen und zu einem verstärkten Kultur- und Forschungsaustausch zwischen Graz und der Kansai Universität geführt haben.

Verstärkter Kultur- und Forschungsaustausch: Konzert am 1. August
Dazu gehört auch ein Konzert eines japanischen Orchesters, das von einer in Graz lebenden Japanerin aus Osaka organisiert wird und am 1. August im Schloss Eggenberg stattfindet. Auf Einladung von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer wird auch der japanische Botschafter in Österreich mit zahlreichen Ehrengästen am Konzert teilnehmen. Bereits wenige Wochen später feiert die Konzertveranstaltung dann auch in Osaka ihre Premiere.

„Es ist eine große Freude, wenn man miterleben kann, wie Kultur dazu führt, dass Beziehungen vertieft werden und ein gegenseitiger Austausch entsteht. Dass die Entdeckung eines „einfachen“ Wandteppichs so weite Kreise ziehen würde, hätte sich wohl niemand gedacht. Umso erfreulicher ist die neue Freundschaft zwischen Graz und Osaka“, so Klubobfrau Barbara Eibinger-Miedl