KO Eibinger-Miedl: „Gehen die Frauen, stirbt das Land“

Seit Oktober gibt es auf der Pack eine Tagesmutter-Betreuungsstätte mit individueller und wohnortnaher Betreuung. Um sich selbst ein Bild von diesem vorbildlichen Modellversuch zu machen, traf Klubobfrau LAbg. Barbara Eibinger-Miedl vor Ort Sabrina Köfler, Obfrau vom Trägerverein, mit Vizebürgermeister Johann Schmid von der Gemeinde Hirschegg-Pack.

Privatvolksschule Pack 2„Die Regionen zu stärken ist uns als Steirische Volkspartei ein wichtiges Anliegen, deshalb wollen wir die Kinderbetreuungsformen im ländlichen Raum bedarfsgerecht, flexibel und individuell für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestalten! Durch das beispielhafte Engagement eines örtlichen Vereins unter der Führung von Sabrina Köfler und der Einbindung der Gemeinde ist es gelungen eine Betreuungsstätte für die Kleinen auf der Pack zu ermöglichen. Die Praxis zeigt jedoch, dass in der Phase der Umsetzung von Seiten des Landes noch Verbesserungsbedarf besteht und daran wollen wir arbeiten, damit es Gemeinden und Betrieben in Zukunft erleichtert wird, Kinderbetreuung anzubieten.“

Privatvolksschule Pack 1Bereits in der VP-Landtagsklub-Initiative Land.Raum.Zukunft. hat die Steirische Volkpartei folgendes festgehalten: „Gehen die Frauen, stirbt das Land.“ Frauen brauchen andere Rahmenbedingungen als Männer und ein wesentlicher Faktor dabei ist die passende Kinderbetreuung: „Es gibt in der Steiermark noch immer in rund 20 Prozent der Gemeinden kein Angebot für die Kleinsten! Ich möchte, dass überprüft wird, in wieweit sich das bereits vorhandene Kinderbetreuungsangebot mit dem tatsächlichen Bedarf der Kinderbetreuung deckt, so dass den Eltern in den Regionen eine echte Wahlfreiheit ermöglicht wird.“

Eibinger-Miedl engagiert sich seit Jahren bei Frau in der Wirtschaft und weiß auch aus ihrer Arbeit dort, dass sowohl die Arbeitnehmerinnen als auch die Unternehmerinnen flexible und bedarfsgerechte Kinderbetreuung benötigen, um eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen: „Ohne den passenden Kinderbetreuungsplatz wird der Frau die Teilhabe am Arbeitsmarkt erschwert. Die heutigen Arbeitsverhältnisse verlangen, dass in den Gemeinden bzw. Regionen ein entsprechendes Angebot an Betreuung für Kinder bereitgestellt wird.“

Zudem weist Eibinger-Miedl auch auf den am 11. Oktober begangenen Equal Pay Day 2015 hin: „Noch immer liegt der Unterschied zwischen Frauen- und Männergehältern bei 22,4 Prozent und ergibt ein durchschnittliches Mehr von 82 Arbeitstagen, die Frauen für das gleiche Gehalt wie Männer leisten müssen. Dem muss man weiterhin Maßnahmen entgegensetzen – eine davon ist die passende Kinderbetreuung.“