LH-Stv. Schützenhöfer dankt dem scheidenden Bischof Kapellari für sein Wirken in der Steiermark

LH-Stv. Hermann Schützenhöfer: „Es waren 14 gute Jahre für die Diözese und für das Land. Egon Kapellari war ein Intellektueller im Bischofsamt, der aber seine Wurzeln als Kind eines Bergarbeiters aus Leoben nie verleugnet hat und sich viel Zeit für die Bedrängten genommen hat.“

Diözesanbischof Egon Kapellari und LH-Stv. Hermann Schützenhöfer  Foto © steiermark.at/Frankl

Diözesanbischof Egon Kapellari und LH-Stv. Hermann Schützenhöfer Foto © steiermark.at/Frankl

„In 33 Bischofsjahren war er eine der herausragendsten Persönlichkeiten des österreichischen Katholizismus und ein profunder Formulierer des christlichen Europas. Kapellari ist eine wichtige Stimme mit Autorität, die gehört, beachtet und respektiert wurde und wird.“ Er habe unserem Land und der österreichischen Gesellschaft vielerlei Impulse gegeben. Höhepunkte seines Wirkens als Diözesanbischof von Kärnten und Steiermark seien sicherlich der Mitteleuropäische Katholikentag 2004 in Mariazell und die Besuche von Papst Johannes Paul II. in Gurk und von Benedikt XVI. in Mariazell gewesen. Schützenhöfer abschließend: „Haben Sie Dank für alles und Gott behüte Sie!“

Zur Person von Bischof Egon Kapellari:

• Geboren am 12. Jänner 1936 in Leoben/Steiermark
• Die väterlichen Vorfahren stammten aus dem Gurktal
• Matura 1953 am Gymnasium Leoben
• Studium der Rechtswissenschaften in Graz; anschließend Theologiestudium in Salzburg und Graz
• 1961 Priesterweihe in Graz
• 1962 bis 1964 Kaplan in der Grazer Pfarre Kalvarienberg
• 1964 bis 1981 Hochschulseelsorger in Graz und Leiter des Afro-Asiatischen Instituts
• Seit 1970 auch Mitglied des Leitungskollegiums im Grazer Priesterseminar
• 1981 – 2011 Bischof der Diözese Gurk
• 3. Jänner 1982 Übernahme der Leitung der Diözese
• 24. Jänner 1982 Bischofsweihe im Dom zu Klagenfurt
• 1982 bis 1992 Referent für Jugendseelsorge, seit 1992 Referent für Fragen von Liturgie und Kultur in der Österreichischen Bischofskonferenz
• 1982 bis 1992 Mitglied des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen
• Durch zwei Funktionsperioden auch Mitglied des ehemaligen Päpstlichen Rates für den Dialog mit den Nichtglaubenden
• Seit 1997 Mitglied der Kommission der Bischofskonferenz in der EU
• Seit Juni 1997 Konsultor der Päpstlichen Kommission für den Kulturgüterschatz der Kirche
• Seit 2001 Referent für Medienfragen in der Österreichischen Bischofskonferenz
• Seit 14.3.2001 Diözesanbischof der Diözese Graz-Seckau
• 2011 wurde sein Rücktrittsgesuch „nunc pro tunc“ (= „jetzt für später“) angenommen und seine Amtsdauer um zwei Jahre verlängert
• Stellvertretender Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz und zuständig für Kultur, Europafragen und Medien
• 28.1.2015 Emeritierung als Bischof