„Wir bemühen uns eine qualitätsvolle Gesundheitsversorgung in der Steiermark sicherzustellen!“

„Wir stehen im Gesundheitssystem vor großen Herausforderungen. Es gibt viele Dinge zu meistern, allerdings war ich verwundert als ich von der Aktuellen Stunde der KPÖ Kenntnis erlangte, weil dadurch eine unnötige Verunsicherung bei der steirischen Bevölkerung entsteht“, so Gesundheitslandesrat Christopher Drexler.

LR Mag. Christopher Drexler

LR Mag. Christopher Drexler

Zu den in der Aktuellen Stunde konkret aufgeworfenen Fragen bezog Drexler wie folgt Stellung: Die Problematik des Ärzte-Arbeitszeitgesetzes konnte in der Steiermark erfolgreich entlang von Beschlüssen und Abfederungsmaßnahmen ausverhandelt und gelöst werden. Drexler: „Hier gilt mein großer Dank allen Ärztinnen und Ärzten. Wir haben einen Übergang geschaffen, damit auch mit 1. Jänner 2015 eine qualitätsvolle Gesundheitsversorgung in der Steiermark sichergestellt werden kann“.

Zu den angesprochenen angeblichen Spitalsschließungen teilte Drexler mit, dass es sich dabei um Gerüchte handelt, welche jeder Grundlage entbehren. „Wenn derartige Aussagen von Seiten der Opposition verbreitet werden, führt dies zur Unruhe nicht nur in der Bevölkerung sondern auch beim Spitalspersonal“. Zu den konkret erwähnten Landeskrankenhäusern Weiz und Radkersburg gab Gesundheitslandesrat Drexler ein klares Bekenntnis ab. „Beide Landeskrankenhäuser haben hervorragende Daten und eine ausgezeichnete Auslastung.“

Der Regionale Strukturplan 2011 wurde bekanntlich im Vorjahr einer kleinen schlanken Evaluierung unterzogen. Dabei kam man unter anderem auch zum Ergebnis, dass der Standort Hörgas-Enzenbach erhalten bleibt.

Zum Notarztthema führte Drexler aus, dass Mitte Dezember diesbezüglich in der Landesegierung wichtige Maßnahmen beschlossen wurden. Gemeinsam mit LH Mag. Franz Voves wurde einerseits eine Rahmenvereinbarung über die Bereitstellung von Notärzten durch die Stmk. Krankenanstalten GmbH abgeschlossen (Schaffung von 38 zusätzlichen– insgesamt daher nun 63 Notarztplanstellen). Parallel dazu werden zwei weitere Säulen (Niedergelassener Bereich/Krankanstalten anderer Rechtsträger) aufgebaut. Insgesamt nimmt das Land hierfür zusätzlich 6,8 Mio. Euro p.a. in die Hand.
Drexler: „Das ist eine gute Basis und ich bin zuversichtlich, mit diesem Maßnahmenbündel das steirische Notarztrettungswesen auf Zeit sicherstellen zu können.“

Zum Vorwurf des Personalabbaues klärte Drexler auf: „Seit der Gründung der KAGes vor nunmehr  fast 30 Jahren hat es einen stetigen Personalzuwachs gegeben, allein bei den Ärztinnen und Ärzten um +142,23 Prozent“.

„Da das Gesundheitssystem einer gewissen Dynamik unterliegt – Stichwort: medizinischer Fortschritt, Änderung in Behandlungsmethoden etc – wird es jedoch immer zu Veränderungen kommen. Auf diese muss in der Gesundheitspolitik mit entsprechender Sorgfalt reagiert werden“, lädt Drexler die Abgeordneten abschließend zur offenen Diskussion und zukünftigen Zusammenarbeit ein.