Winterbauoffensive ist auch 2015 wichtiger Impuls für heimische Bauwirtschaft!

Auf Initiative von Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann unterstützt das Land Steiermark im Winter 2014/15 die heimische Bauwirtschaft wieder mit der Winterbauoffensive. Dies wurde heute von der Landesregierung beschlossen. Finanzlandesrätin Dr. in Bettina Vollath stellt eine Million Euro für die Unterstützung von Bauprojekten und weitere 250.000 Euro für die Qualifizierungsoffensive Bau zur Verfügung.

 

LR Dr. Christian Buchmann

LR Dr. Christian Buchmann

„Die Winterbauoffensive ist eine echte Erfolgsgeschichte und garantiert seit vielen Jahren, dass durch vorgezogene Projekte Bauarbeiter in den Wintermonaten in Beschäftigung gehalten werden können. Gerade in der aktuell angespannten Situation in der heimischen Bauwirtschaft ist die Winterbauoffensive ein besonders wichtiger Impuls für die Branche“, so Buchmann und Vollath.

Die Winterbauoffensive sorgt seit 1996 für positive Beschäftigungseffekte, jedes Jahr können dadurch rund 500 Bauarbeiter in den auftragsschwachen Wintermonaten beschäftigt werden. „Die Winterbauoffensive ist ein echter Job-Motor für die Bauwirtschaft und sorgt insgesamt für positive Beschäftigungseffekte in der Steiermark. Seit Bestehen der Winterbauoffensive hat das Land Steiermark 39,5 Millionen Euro in 694 Bauprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 429 Millionen Euro investiert. Damit konnten 11.423 Menschen am Bau beschäftigt werden“, betont Buchmann. Neben der Arbeitsplatzwirksamkeit des jeweiligen Projektes während der Bauphase sind die Schaffung neuer Dauerarbeitsplätze und Lehrausbildungsplätze beim Förderungsnehmer und der Innovationsgrad wesentliche Kriterien für die Förderwürdigkeit eines Projektes. „Durch diesen Fokus konnten bisher 871 zusätzliche Dauerarbeitsplätze und 252 Lehrausbildungsplätze in der Steiermark geschaffen werden“, so Landesrat Buchmann zu den nachhaltig positiven Effekten der Winterbauoffensive.

„Die Offensive ist ein klares Bekenntnis zur verstärkten Sicherung von Arbeitsplätzen im Baugewerbe auch in den Wintermonaten. Dadurch werden nicht nur bestehende Jobs gestützt, sondern auch neue geschaffen. Aus-, Fort- und Weiterbildung haben für mich oberste Priorität, um den Standort Steiermark weiter auf Erfolgskurs zu halten. Die strikten Regeln der Winterbauoffensive in Bezug auf Lohndumping sind zudem ein Beitrag zu mehr Fairness in der heimischen Bauwirtschaft“, betont Finanzlandesrätin Bettina Vollath.

Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen

Zusätzlich zur Förderung von Bauprojekten gibt es seit 2003 die Qualifizierungsoffensive Bau. Dabei wird ein umfassendes Kursprogramm zur Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Baugewerbe angeboten. Die Qualifizierungsmaßnahmen werden mit 250.000 Euro vom Wirtschaftsressort gefördert, die Abwicklung erfolgt über die SFG. Bisher wurden 1762 Unternehmen unterstützt, 5658 Teilnehmer wurden höherqualifiziert – 236 davon waren übrigens Frauen.

Positiv wird die Offensive auch von den Sozialpartnern beurteilt: „Die steirische Landesregierung setzt mit der Winterbauoffensive genau zum richtigen Zeitpunkt ein wichtiges Zeichen. Aufgrund eines immer stärker werdenden Wettbewerbs durch neue dubiose ausländische Firmen mit Billigstarbeitskräften steigt die Arbeitslosigkeit am Bau – außerdem verursacht Preisdumping verstärkt Lohn- und Sozialdumping. Derzeit gibt es keine andere Förderung in Österreich, welche so klare Richtlinien für faire Vergaben aufweist. Einerseits werden nur regionale Firmen gefördert, andererseits wird die Förderung bei Nachweis von Lohn- und Sozialdumping gestrichen. Somit ist die steirische Winterbauoffensive bundesweit Vorreiter und Vorbild für einen fairen Wettbewerb und einen fairen Arbeitsmarkt. Außerdem sichern wir mit der Winterbauoffensive eine Beschäftigung für rund 500 Bauarbeiter und somit ein gesichertes Jahreseinkommen. Für die Förderwerber besteht außerdem die Möglichkeit, bei zu starken witterungsbedingten Einflüssen, wie zum Beispiel Kälte und Nässe, die Arbeiten einzustellen. Dies ist zum Schutz der Arbeitnehmer zielführend und besonders wichtig“, betont NRAbg. Josef Muchitsch, Vorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und des Konjunkturforums Bau.

„Die Bauwirtschaft wurde mit der EU-Öffnung ein stark umkämpftes Marktsegment. Die in den Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich angesetzten Nebenkosten und Abgaben lassen den Wettbewerb für die heimischen Firmen immer härter werden. Deshalb ist die Bereitstellung von Fördermitteln in der Höhe von einer Million Euro für die steirische Winterbauoffensive ein überaus positives Zeichen. Gerade in den Wintermonaten – der konjunkturschwachen Zeit in der Baubranche – ist die Initiative als entscheidender Impuls für das Bauhaupt- und Baunebengewerbe zu sehen. Im Rahmen der Winterbauoffensive werden ausschließlich steirische Firmen beauftragt und damit steirische Facharbeiter beschäftigt. Dies könnte auch ein Ansporn für andere Förderbereiche sein, die Wertschöpfung in der Region zu belassen. Darüber hinaus wirkt die Initiative auch den steigenden Arbeitslosenzahlen entgegen – es werden damit rund 500 Arbeitsplätze gesichert! Ebenso wichtig ist die Qualifizierungsoffensive, eine Maßnahme mit der die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter in den Wintermonaten gefördert wird. Denn die Qualität und das Know-how unserer heimischen Betriebe sind deren größter Vorteil am EU-weiten Markt“, so Bau-Landesinnungsmeister DI Alexander Pongratz.

Infos:
Mit der Winterbauoffensive werden Baumaßnahmen für gewerbliche und touristische Projekte gefördert sowie Gemeinden, die bauliche Maßnahmen an Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtungen durchführen. Die maximale Förderungshöhe beträgt 50.000 Euro pro Projekt, der Fördersatz 20 Prozent der Nettoherstellungskosten. Die Bauvorhaben müssen zwischen 10. November 2014 und 31. Mai 2015 durchgeführt und abgeschlossen werden. Der Baubeginn darf frühestens am 10. November 2014 und muss spätestens am 2. Februar 2015 erfolgen.

Der Reihungsvorschlag der eingereichten Projekte erfolgt durch das sozialpartnerschaftlich besetzte Konjunkturforum Bau, das bei der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten angesiedelt ist, der Beschluss erfolgt durch die Landesregierung. Projekte können zwischen 22. September und 31. Oktober 2014 bei der Firma „planconsort ztgmbh“ in Leibnitz (www.planconsort.at) eingereicht werden.