Im besten Alter

Was hatte der 12. Juni 2014 gemeinsam: die Fußball-WM wurde eröffnet und in Hitzendorf unweit von Graz trafen sich rund 1.200 Senioren und Ehrengäste, um in der dortigen Kirschenhalle ein halbes Jahrhundert des Bestehens zu feiern und im Rahmen dessen einen neuen Landesvorstand zu wählen. Die rund 600 Delegierten der knapp 40.000 Mitglieder taten das sehr eindrucksvoll und stimmten 99,2 Prozent dem Wahlvorschlag mit dem ehemaligen Bundesratspräsidenten und Landesobmann LAbg. Gregor Hammerl an der Spitze zu.

Bgm. Siegfried Nagl, Hermann Schützenhöfer, Landesobmann Gregor Hammerl, Bundesobmann Andreas Khol

Bgm. Siegfried Nagl, Hermann Schützenhöfer, Landesobmann Gregor Hammerl, Bundesobmann Andreas Khol

In seinen Grußworten gratulierte Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer dem Jubilar Seniorenbund zu seinem runden Geburtstag und verwies darauf, dass es auch 20 Jahre seien, die Landesobmann Hammerl dem Hilfswerk Steiermark seit 1994 als ehrenamtlicher Präsident vorstehen würde. Für ihn seien das Werte, die heute nicht mehr zählten, „weil wir in einer Zeit leben, in der Überschriften wichtig sind und nicht die Inhalte“. Schützenhöfer plädierte für eine Politik mit Werten: einerseits bei einem Europa des Friedens, das aber seine Seele noch nicht gefunden habe und andererseits bei den kommenden Generationen: „Hinterlassen wir ihnen nicht Hypotheken sondern Zukunft“, fordert Schützenhöfer und prangert den Ist-Stand an: „Österreich ist ein Schuldenstaat!“ Das sind rund 260 Milliarden Euro, die jährlich 8,1 Milliarden Euro allein an Zinsen notwendig machen.

Die anderen Gastredner setzten die Themen fort: Von einer schuldenfreien Gemeinde durfte die neue Bürgermeisterin von Hitzendorf, Simone Schmiedtbauer sprechen. Der Grazer Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl fragte sich: „Welches Testament hinterlasse ich meinen Kindern außer den materiellen Werten?“ und Seniorenbund-Bundesobmann Dr. Andreas Khol stellte fest: „Es gibt nichts wertvolleres als eine funktionierende Gemeinschaft.“

Ein musikalischer Gruß kam von den Willingshofer-Brüdern. Die „Stoanis“ haben den Seniorenbund seit 1964 bei unzähligen Veranstaltungen begleitet.