Die Steiermark forscht. 2 Regionen (Graz, Leoben), 34 Standorte, 211 Erlebnisstationen

Die Lange Nacht der Forschung ist Österreichs größter Forschungsevent. Seit 2008 beteiligt sich die Steiermark an der biennalen Veranstaltung, bei der Wissenschaft für Groß und Klein greif- und erlebbar wird.

Landesrat Mag. Christopher Drexler und Geschäftsführer DI Dr. Wolfgang Pribyl   © Joanneum Research

Landesrat Mag. Christopher Drexler und Geschäftsführer DI Dr. Wolfgang Pribyl
© Joanneum Research

Bei freiem Eintritt öffnen heuer in Graz und Leoben führende  Forschungs-Einrichtungen, wie die Karl-Franzens-Universität, die Technische Universität Graz, die Medizinische Universität, die Kunstuniversität, die Montanuniversität Leoben, FH, CAMPUS 02, die JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft, das Ludwig Boltzmann Institut für Klinisch-Forensische Bildgebung, die ÖAW, Institut für Weltraumforschung, die Kirchliche Pädagogische Hochschule und die Pädagogische Hochschule Steiermark ihre Labors, um spannende Einblicke in die Welt der Forschung zu geben. Projektpartner sind darüber hinaus Einstein-Junior und die KinderUniGraz.

Veranstalter ist das Land Steiermark, das mit den Bundesministerien für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und Bildung und Frauen (BMBF), auch die Finanzierung sichert. Dazu Wissenschafts- und Forschungslandesrat Mag. Christopher Drexler: „Die Lange Nacht der Forschung ist eine exzellente Gelegenheit für die Steiermark, sich als eine der führenden Forschungsregionen Europas zu präsentieren. Rund 4,7 Prozent der steirischen Wirtschaftsleistung werden in Forschung und Entwicklung investiert –  und damit in die Zukunft  unseres Standortes. Die Lange Nacht der Forschung eröffnet  beeindruckende Einblicke in die Welt der Wissenschaft und bietet zudem die Möglichkeit, sich über Ausbildung, Studium und Karrieremöglichkeiten in diesem spannenden Umfeld zu informieren.“

Koordiniert wird die Lange Nacht der Forschung in der Steiermark auch diesmal von der steirischen Innovationsschmiede JOANNEUM RESEARCH. Geschäftsführer Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pribyl: „Die Lange Nacht der Forschung bietet die Chance, das Bewusstsein für die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung in einer breiten Bevölkerung zu verbessern; der Dialog auf Augenhöhe und der direkte Kontakt zu Wissenschafterinnen und Wissenschaftern wecken das Interesse für Forschung, Innovation und Technologie. Auch die JOANNEUM RESEARCH gibt am Standort Steyrergasse in Graz Einblick in ihre Forschungsarbeit und klärt spannende Fragen wie zum Beispiel ,Wie werden wir in Zukunft mit Maschinen kommunizieren?‘ oder ,Was kann Photonik?‘ .“

Insgesamt warten 211 Erlebnisstationen an 34 Standorten darauf entdeckt zu werden. Möglich wird dieses umfangreiche Programm durch das Engagement der Wissenschafterinnen und Wissenschafter: Sie bereiten mit Präsentationen, Exponaten, Experimenten, Workshops und Führungen Forschungsergebnisse für jedermann verständlich und — im wahrsten Sinne des Wortes — angreifbar auf. Durch die Partnerschaften mit Unternehmen und Kompetenzzentren, die Einblick in ihre Forschungsbereiche gewähren, entsteht so ein bunter Mix, bei dem jüngere und ältere Besucherinnen und Besucher gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Vier Sonderveranstaltungen runden das steirische Angebot ab. So wird in Graz in der Bar Kottulinsky in der Beethovenstraße ab 17 Uhr ein intellektueller Forschungsaperitif serviert — ein Reigen an Vorlesungen aus den Bereichen Medizin, Weltraumforschung, Astrophysik, Fahrzeugtechnik sowie Mikroelektronik. „Von der Forschung in die Serie“ heißt es im e-mobility Park Graz an der TU in der Petersgasse. Im Freigelände kann man dort strombetriebene Boliden am eigenen Leib „erfahren“. Unter dem Titel „Rohstoffe sind Zukunft“ zeigt die Kunsthalle Leoben eine Sonderausstellung rund um die Bedeutung primärer und sekundärer Rohstoffe für unser tägliches Leben. Und im Lokal „Zum Zellergassl“ in Leoben lautet die Frage des Abends: „Auf ein Gösser, Herr Professor?“: Dort stehen ab 17 Uhr Top-Wissenschafter dem Publikum Rede und Antwort.

Kostenlose Shuttlebusse für die Besucherinnen und Besucher verbinden die einzelnen Stationen an den beiden Standorten. (Achtung: Von Graz nach Leoben steht keine Gratis-Verbindung zur Verfügung.) Info-Folder und Stadtpläne helfen dabei, sich seine eigene Forschungstour zusammenzustellen.

Infos: www.langenachtderforschung.at