„Wir haben das uns Mögliche getan“

Das Edda Egger Symposion anlässlich des 20. Todestages der steirischen Politikerin, eine Idee von Landesleiterin LR Mag.ª Kristina Edlinger-Ploder, zeigte nicht nur ein buntes Erinnerungsbild sondern auch die Visionen Edda Eggers.

„Auch wenn ich Edda Egger nicht kennenlernen durfte, sie war eine Frau, die vielen von uns auch heute noch in ihrer Ausdauer, ihrem Wissensdrang und ihrem Blick in die Zukunft Vorbild sein kann,“ beschrieb die jetzige Landesleiterin der Steirischen VP-Frauen ihre einstige Vorgängerin.

Anita Prettenthaler-Ziegerhofer, LR Kristina Edlinger-Ploder, NRAbg. Dorothea Schittenhelm und BM a.D. Marilies Flemming © Foto Fischer / stvp

Anita Prettenthaler-Ziegerhofer, LR Kristina Edlinger-Ploder, NRAbg. Dorothea Schittenhelm und BM a.D. Marilies Flemming

© Foto Fischer / stvp

Ao. Univ. Prof. Dr.in Mag.a Anita Prettenthaler-Ziegerhofer hatte in der Erforschung der Biographie Eggers viele Fakten wieder ins Bewusstsein gebracht – nicht nur die Diskussion über die Gesamtschule und die gesunde Verpflegung der Kinder war Egger ein Anliegen bereits in den 1960er- und 1970er Jahren, sie setzte sich auch für die Modernisierung des Ehe- und Familienrechtes ein oder plädierte vehement für die Krebsvorsorgeuntersuchungen für Frauen. „Vieles ist uns heute so selbstverständlich, doch damals war Edda Egger eine der ganz wenigen Politikerinnen in den männlich dominierten Gremien, die sehr leise, sehr behutsam, aber sehr nachdrücklich die Positionen der Frauen vertrat“, so Prettenthaler-Ziegerhofer.

„Meine Tante hat viel weniger gesagt als vielmehr getan“ beschrieb beispielsweise Dr. Gero Luschin-Ebengreuth seine Tante. „Ich habe gar nicht gemerkt, wie Edda Egger mein Leben beeinflusst hat, aber sie tat es nachdrücklich!“, so Mag.a Maria Schenk.
Altbischof Dr.Weber schilderte Edda Egger als eine bescheidene Frau, die Nächstenliebe tatsächlich lebte „sie hütete die Hühner, damit die Nonnen nach Mariazell zum Papst reisen konnten“. Und BR a.D. Dr.in Eleonore Hödl erinnerte an die konstruktiven Diskussionen im Hauswirtschaftlichen Beirat. „ Auch wenn unsere Positionen unterschiedlich waren, mit Edda Egger konnte man konsequent zum Kompromiss verhandeln“.

BM a.D. Dr.in Marilies Flemming schilderte Edda Egger als glühende Europäerin – als eine strategisch gute Vordenkerin. „Wir könnten auch heute noch eine Edda Egger gut brauchen!“, so Flemming. In sehr persönlichen Worten schrieb LH a.D. Waltraud Klasnic ihre Erinnerung an Edda Egger „Immer wenn du mich brauchst, bin ich für dich da!“

Nachhaltige Politik – was ist geblieben, wurde von Univ. Prof.Mag. Dr.Leopold Neuhold, der das Symposion moderierte , gefragt. LTP a.D. Walburga Beutl, eine von Eggers Nachfolgerinnen, schilderte, dass ausgehend von einer Initiative Eggers die Edda Egger Stiftung ins Leben gerufen wurde. BPO Bgm. Mag. Ernst Gödl bezeichnete für sich als Nachhaltigkeit die „Politik der kleinen Schritte“, NRAbg. Mag.a Elisabeth Grossmann verwies auf „eine stete Weiterentwicklung ohne die Traditionen zu vergessen“, Franz Stefan Parteder war überzeugt, „Frauen haben es heute leichter, gesellschaftliche Konventionen zu durchbrechen“,  Stadträtin Lisa Rücker betonte „die Wichtigkeit, dass Frauen auch heute über Parteigrenzen hinweg Themen bearbeiten“ und BL NRAbg. Bgm. Dorothea Schittenhelm meinte, „Wir Frauen werden auch weiterhin mit Beharrlichkeit – vielleicht nicht immer so zurückhaltend und leise wie meine Vorvorgängerin als Bundesleiterin – unsere Anliegen vertreten“.
Fazit der Veranstaltung: Edda Egger hat in einer Zeit, in der Frauen neben Haushalt und Familie auf ganz wenige Bereiche reduziert waren, leise, konsequent, „damenhaft“ und beharrlich viele Dinge, die sie als wichtig einstufte, umgesetzt.